Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
08.12.2021
Im Velohandel fehlen Fachkräfte in der Werkstatt. Um den Personalmangel zu lindern, soll es in der Schweiz ab 2024 eine verkürzte Attestausbildung zum Zweirad-Assistenten geben.
Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
News,
08.12.2021
In der Schweiz sind Velomechanikerinnen und -mechaniker derzeit gesuchte Leute. An der Generalversammlung des Verbands 2rad Schweiz war am 2. Dezember darum ein Thema dick auf Traktandenliste markiert: die Revision der Bildungsverordnung.
Die Berufsbildung von 2rad Schweiz ist im Wandel. Sie passt sich dabei der veränderten Fachhandelslandschaft an und verspricht mehr Personal für Velowerkstätten. (Bild: ZVG)
Der wichtigste Schritt der geänderten Bildungsverordnung ist, dass 2rad Schweiz ab dem Lehrbeginn 2024 eine deutliche Trennung zwischen den Bereichen Velo/E-Bike und Motorrad vorsieht. Die dreijährige Lehre zum Kleinmotorrad- und Fahrradmechaniker verschwindet komplett.
Damit folgt 2rad Schweiz einer Entwicklung seit den frühen 90er-Jahren: Die Anzahl der Fachhändler, die sowohl Mofas (in der Schweiz auch «Töffli» genannt) als auch Velos und E-Bikes führen, ist rückläufig und die spezifischen Ansprüche an Velomechaniker sind mit dem Aufkommen der E-Bikes gestiegen.
Die Anforderungen an Velomechaniker sind schon während der Lehre vielseitig.
Während die Lehre zum Motorradmechaniker unverändert vier Jahre dauert, kommt es bei der Berufsbildung für Velomechanikerinnen ab dem Lehrbeginn 2024 zu einer echten Neuerung: Zusätzlich zur bestehenden dreijährigen Lehre zur «Fahrradmechaniker/in EFZ» wird eine zweijährige «Zweirad Assistent»-Ausbildung eingeführt.
Mit dieser praxisorientierten Attestausbildung, die sich an schulisch etwas schwächere, aber handwerklich starke Personen richtet, soll der Mangel an Fachkräften in der Werkstatt gemildert werden – laut Sorgenbarometer des Velofachhandels seit Jahren eines der drängendsten Probleme.
Nicht alle Tätigkeiten in der Velowerkstatt benötigen zwingend ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis. Die Attestausbildung soll das Fachpersonal entlasten helfen. (Foto: ZVG)
Die Generalversammlung stimmte diesen Plänen deutlich zu. Damit kann nun die konkrete Ausarbeitung der Inhalte und der Berufsnamen in Angriff genommen werden, ehe die neuen Bildungsverordnungen auf den Lehrbeginn 2024 hin in Kraft treten.

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