Auf der grünen Welle radeln

Eine App verknüpft Lichtsignale in ausgewählten deutschen und österreichischen Städten, damit Velo- und Autofahrer auf der grünen Welle reiten können. Dadurch können Lärm und Schadstoffe im Strassenverkehr reduzieren.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 16.02.2022

Die gratis App «Trafficpilot» zeigt die Geschwindigkeit an, die Verkehrsteilnehmende einhalten sollten, um die nächste Ampel möglichst bei Grün passieren zu können. Abhängig von Position und Fahrtrichtung wird jeweils die aktuelle Grün-Rot-Prognose für die nächste Ampel angezeigt. Farben symbolisieren, wie man sein Fahrverhalten anpassen sollte, um während der Grünphase zur nächsten Kreuzung zu gelangen.

Fährt man zu schnell oder zu langsam, kommt man vom grünen in den roten Bereich. Trifft man dennoch auf eine rote Ampelzeigt sie die Wartezeit an, bis sie wieder auf Grün springt. Möglich werden die Angaben durch die Verknüpfung mit Verkehrsleitzentralen und den im Sekundentakt eintreffenden Informationen von Lichtsignalen.

In Düsseldorf, Frankfurt, Heusenstram, Kassel, Salzburg und Wien kommt «Trafficpilot» bereits zum Einsatz.

Eine solche App ist aber nicht ganz ungefährlich, da sie während dem Fahren genutzt werden soll.  Das wissen auch die Betreiber. Vor der Aktivierung der App gibt es deshalb deutliche Warnhinweise wie: «Es darf nur in sicheren Verkehrsituationen auf das Display geschaut werden». Auf den Praxistest sind wir gespannt.

 

Empfohlene Artikel

Empfohlene Artikel

Velo liegt nach Unfall in der Dunkelheit vor einem Auto auf der Strasse
News

Mehr Schwerverletzte trotz stabiler Zahlen: Velounfälle bleiben Thema

Eine Frau und ein Mann fahren mit Gravelbikes auf einem Feldweg durch eine gürne Landschaft.
News

Velomarkt Schweiz 2025: Der Gravel-Boom trotzt der Marktkonsolidierung

Ein rotes vollverschaltes Velomobil auf einem Fahrradweg.
E-Bike , News

Formel-1-Technik für den Veloweg: Das vierrädrige E-Bike «Elecy»