Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
04.04.2025
Die Bevölkerung der Schweizer Städte schätzt das öV-Angebot und wünscht sich mehr Tempobeschränkungen auf der Strasse. Das Velo lässt jede fünfte Person aus Sorge um die Sicherheit stehen, wie eine neue Studie zeigt.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
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04.04.2025
Nur an der Topografie kann es nicht liegen, das zwei von drei Person in Sion kein Velo besitzen. (Foto: Malik Bâ, Unsplash)
Wie zufrieden sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweizer Grossstädte mit der Verkehrssituation? Die Antwort liefert eine Studie von Gfs.Bern im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität.
«Insgesamt sehen sich die Städte in ihrer Verkehrspolitik bestätigt, denn die Bevölkerung ist grossmehrheitlich zufrieden», heisst es im Bericht zur Studie. Am positivsten bewertet wird der öffentliche Verkehr. Die Qualität und das dichte ÖV-Netz in den Schweizer Städten sind ein Grund dafür, dass Tram und Bus für eine Mehrheit der städtischen Bevölkerung die Hauptverkehrsmittel für den Weg zur Arbeit sind.
Die guten ÖV-Verbindungen ermöglichen zudem vielen Menschen, in der Stadt auf ein Auto zu verzichten. Interessanterweise verfügen aber etwas mehr der befragten Personen über ein Auto (67%) als über ein Velo oder E-Bike (63 %).
Betrachtet man die einzelnen Städte, zeigen sich aber deutliche Unterschiede. In den grossen Schweizer Städten Basel, Bern, Winterthur und Zürich besitzt weniger als die Hälfte der Befragten (48%) ein Auto, während sechs von zehn Personen über ein Velo verfügen.
Anders in kleinen Städten wie Nyon, Schaffhausen oder Sion: Dort besitzen deutlich mehr Menschen ein Auto als ein Fahrrad. Schlusslicht der Gfs-Befragung ist Sion, wo nur drei von zehn Befragten ein Velo besitzen.
«Jede fünfte Person verzichtet auf das Velofahren, weil es ihr zu gefährlich ist.»
Gfs.Bern
Sind die Menschen in Sion oder Schaffhausen Bewegungsmuffel und besitzen darum kein Velo? Nein. Vielmehr ist es die Sicherheit im Strassenverkehr, die zahlreichen Städterinnen und Städtern Sorgen bereitet.
«In sämtlichen Städten erlebt die Mehrheit der Velofahrenden und Zu-Fuss-Gehenden immer wieder gefährliche Situationen bei Kreuzungen und Hauptverkehrsstrassen. Jede fünfte Person verzichtet auf das Velofahren, weil es ihr zu gefährlich ist», schreibt Gfs.Bern in der Studie.
Die Bemühungen der Städte, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, stossen denn auch bei einer Mehrheit der Befragten auf Zustimmung. Knapp 80% der Befragten, die an Strassen mit Tempo 30 oder an einer Begegnungszone wohnen, erachten die geltende Geschwindigkeit als gerade richtig. Hingegen wünscht sich laut Studie jede dritte Person, die an einer Strasse mit Tempo-50-Regime wohnt, eine Temporeduktion.
«Die Stadtbevölkerung wünscht sich, dass Strassenräume weiter in Lebensräume transformiert werden.»
Esther Keller, Regierungsrätin Basel-Stadt
Esther Keller, Regierungsrätin von Basel-Stadt und Präsidentin der Städtekonferenz Mobilität, sieht die Städte auf dem richtigen Weg: «Die Stadtbevölkerung wünscht sich, dass Strassenräume weiter in Lebensräume transformiert werden. Die Städte begegnen diesem Bedürfnis, indem sie mehr Grünraum, tiefere Geschwindigkeiten und bessere Bedingungen für Velo- und Fussverkehr schaffen. Die Städtekonferenz Mobilität wird sich deshalb auf nationaler Ebene verstärkt dafür einsetzen, dass die Städte in ihrem Handlungsspielraum nicht eingeschränkt werden – was aktuell beispielsweise durch die Motion Schilliger bei Tempo 30 droht».
Die Städtekonferenz Mobilität beauftragte das Forschungsinstitut Gfs.Bern mit der Durchführung einer Online-Befragung zu urbaner Mobilität in den Städten Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Nyon, Schaffhausen, Sion, Winterthur, Zug und Zürich. Insgesamt wurden 15’372 Personen ab 16 Jahren befragt.

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