Frederic Härri,
Redaktor
(frederic.haerri@velojournal.ch)
News,
14.10.2026
Die Stadt Winterthur hat auf das Platzproblem am Bahnhof reagiert und zusätzliche Abstellplätze für Zweiräder markiert. Besonders Personen mit Lastenvelos oder Kurzzeit-Parkierer profitieren.
Frederic Härri,
Redaktor
(frederic.haerri@velojournal.ch)
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14.10.2026
Die Stadt Winterthur will mit verschiedenen Massnahmen das Abstellchaos rund um den Bahnhof entschärfen. (Foto: Unsplash)
Winterthur ergeht es ähnlich wie vielen anderen Schweizer Städten auch. Rund um den Bahnhof hat man es mit einer Überlastung von Veloparkplätzen zu tun. Obwohl zurzeit über 5500 Abstellplätze bestehen, sind freie Abstellplätze rar und «die zentralen Plätze oftmals bereits am Morgen durch Pendlerinnen und Pendler belegt», wie die Stadt in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung schreibt.
Damit anerkennt die Winterthurer Regierung den Missstand, der rund um den Bahnhof herrscht. «Bisher gab es für Lastenvelos und Velos mit Anhänger nur wenige Möglichkeiten, das Velo zu parkieren. Auch Personen, welche ihr Velo nur kurz parkieren möchten, um beispielsweise einen Einkauf zu erledigen oder ins Restaurant zu gehen, wurden oftmals nicht fündig», heisst es in der Mitteilung weiter.
Die gute Nachricht für Parkplatzsuchende in Winterthur: Das Tiefbauamt der Stadt hat reagiert und Ende September mehrere Massnahmen umgesetzt, welche die Situation verbessern sollen. An vier Standorten wurden zusätzliche Abstellplätze für Lastenvelos erstellt. Zudem wurden zusätzliche Kurzzeit-Veloparkplätze markiert, auf welchen maximal vier Stunden parkiert werden darf. Verschwunden sind zwar mehrere 48-Stunden-Parkplätze, doch aufgrund von höhenversetzten Veloständern, verlängerten Parkfeldern und den erwähnten zusätzlichen Abstellplätzen sei das Gesamtangebot ausgebaut worden, schreibt die Stadt.
Doch wie scharf gehen die Verantwortlichen gegen Langparkierer auf den Vier-Stunden-Parkplätzen vor? In einem ersten Schritt lässt man noch Milde walten. Länger parkierte Velos würden nicht sofort abgeschleppt, präzisierte Marc Vetterli vom Winterthurer Tiefbauamt gegenüber dem Tages-Anzeiger. Erst nach einigen Wochen der Eingewöhnung würden die Kontrollen intensiviert.
Gegen die chronische Überlastung in Bahnhofsnähe reagierte die Stadt in den vergangenen Jahren unter anderem mit der Eröffnung von neuen Velostationen. Deren Auslastung hat sich zuletzt deutlich erhöht. Zudem hat das Winterthurer Stimmvolk im vergangenen Jahr der Realisierung von 750 neuen unterirdischen und kostenfreien Gratis-Veloparkplätzen zugestimmt. Bis ins Jahr 2030 soll es rund um den Bahnhof insgesamt zirka 7200 Parkplätze geben.

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