Sram Neuheiten: Mehr Power und Wireless-Schaltung für den Downhill

Sram zündet ein Gravity-Feuerwerk: Mit der überarbeiteten »Maven V2»- Bremse und der ersten elektronischen «XX DH»-Schaltung setzt der US-Hersteller neue Massstäbe für Performance im Downhill-Sport.

Laurens van Rooijen, Autor (lvr@cyclinfo.ch)
News, 16.03.2026

Die Mountainbike-Disziplin Crosscountry mag olympisch sein und Marathon-Rennen mögen die grössten Starterfelder anziehen. Aber wenn es um technischen Fortschritt geht, spielt sich vieles im Gravity-Segment und insbesondere bei Downhill-Rennen ab. Just für dieses Segment hat Sram in diesem Frühjahr eine Menge neuer Komponenten am Start.

Das beginnt bei der in den drei Versionen Bronze, Silver und Ultimate angebotenen Vierkolben-Bremse «Maven»: Nur zwei Jahre nach der Lancierung als erste Scheibenbremse von Sram mit Mineralöl statt DOT-Bremsflüssigkeit bringt das Unternehmen eine in Details überarbeitete Version auf den Markt.

 

  • Sram «Maven V2»: Die neue Vierkolben-Bremse nutzt weiterhin Mineralöl, setzt nun aber auf vier gleich grosse Kolben. Das neue Swing Link (nachrüstbar) verbessert die Hebelübersetzung für mehr Power bei besserer Dosierbarkeit.

  • Sram «XX DH» Schaltung: Die erste elektronische, kabellose Schaltung für Downhill. Sie bietet 7 Gänge (11–24 Zähne) für schnelle, präzise Wechsel und verfügt über ein extrem kompaktes Schaltwerk.

  • Wartung & Robustheit: Das «XX DH»-Schaltwerk ist dank Fullmount-Interface stabil am Rahmen befestigt; einzelne Komponenten sind nach Stürzen gezielt austauschbar.

  • System-Integration: Passend zur Schaltung gibt es die «XD Slim»-Nabe für stabilere Laufräder (148 mm oder 157 mm) und kurze Aluminium-Kurbeln (ab 150 mm), die mit O-Chain-Spidern kompatibel sind.

Brachiale Bremskraft, fein dosierbar

Von blossem Auge ist die neue «Maven V2» einfach an der Bremszange zu erkennen: Wo bei der ersten Version noch zwei verschieden grosse Kolbenpaare verbaut wurden, sind nun alle vier Kolben gleich gross. 

Die kaum erkennbare, aber eigentlich noch wichtigere Neuerung versteckt sich im Bremshebel – oder genauer, zwischen dem Hebel und dem Geberzylinder. Letzterer wird neu über ein Swing Link angesteuert, das in den Varianten «progressiv» (gold) und «sehr progressiv» (rot) angeboten wird und sich auch an «Maven»-Bremsen der ersten Generation nachrüsten lässt. 

Als Resultat soll die brachiale Verzögerung der «Maven V2» noch müheloser abrufbar und besser dosierbar sein.

Erste elektronische Sram-Schaltung für den Downhill-Einsatz

Eine echte Neuerung ist dagegen die «XX DH» als erste elektronische Schaltung von Sram, die speziell für Downhill-Rennen entwickelt wurde. 

Um intuitive Gangwechsel bei möglichst ununterbrochener Kraftübertragung sicherzustellen, bietet die «XD Slim»-Kassette der «XX DH» nur sieben Gänge, die eng abgestuft sind und 11 bis 24 Zähne aufweisen. Geschaltet wird mit den kabellosen, vielfach einstellbaren Pod-Shiftern.

Die passende «XD Slim»-Nabe verfügt über eine Einbaubreite von 148 mm und ihre Flansche sind so gestaltet, dass die Speichen auf beiden Seiten des Hinterrads im gleichen Winkel stehen. Das sorgt für eine gleichmässigere Speichenspannung und damit auch für robustere Laufräder.

Optional bietet Sram auch Naben im Super-Boost-Mass mit 157 mm Einbaubreite.

Einfacher Ersatz wenns kracht

Weil es nur 7 Gänge schalten muss, kommt das «XX DH»-Schaltwerk mit einem sehr kurzen Käfig aus. Dank dem Fullmount-Interface am UDH-Ausfallende steht das Schaltwerk zudem weniger weit vom Ausfallende ab. Sollte es dennoch einmal Schaden nehmen, sind verschiedene Bauteile einfach ersetzbar.

Ein «Type 4 Transmission»-Reibungsdämpfer sorgt dafür, dass die Kette in der Spur bleibt. Die passenden Kurbeln aus Aluminium bietet Sram in Längen von 150 mm bis 165 mm an, und um Antrieb und Federung zu entkoppeln, lässt sich optional ein Spider von O-Chain verbauen.

 

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