Laurens van Rooijen,
Autor
(lvr@cyclinfo.ch)
E-Bike,
News,
06.05.2026
Das Drehmoment-Wettrüsten bei E-Bike-Motoren geht in die nächste Runde. Als Antwort auf starke Konkurrenz bringt Marktführer Bosch ein massives Performance-Upgrade. Neben 120 Nm Drehmoment winken auch kürzere Ladezeiten.
Laurens van Rooijen,
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(lvr@cyclinfo.ch)
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06.05.2026
Bosch E-Bike Systems stellt ein Leistungsupgrade für Elektrovelo-Antriebe bereit. (Fotos: zVg Bosch E-Bike Systems)
Im E-Bike-Marketing gilt aktuell offenbar: Mehr ist mehr. Regulatorische Grenzwerte wie die EU-Regeln für E-Bikes (EPAC) rücken dabei leicht in den Hintergrund. Nachdem Konkurrent Avinox seine zweite Motorengeneration mit 150 Nm Drehmoment und einer Spitzenleistung von 1500 Watt angekündigt hat, zieht Bosch E-Bike Systems nach.
Das neue Performance-Upgrade richtet sich gezielt an die sportlichen Plattformen «Performance Line CX» und «Performance Line CX-R». Es hebt das maximale Drehmoment auf 120 Nm an und vervielfacht die selbst erbrachte Tretleistung im Extremfall um das Sechsfache. Inwiefern sich diese Leistungswerte langfristig mit den EPAC-Richtlinien vertragen, wird die Praxis zeigen.
Mehr Drehmoment: Update für «Performance Line CX» und «CX-R» erhöht die Spitzenleistung auf 120 Nm.
6-fache Tretkraft: Die Eigenleistung der Fahrer wird bei Bedarf um den Faktor sechs verstärkt.
Neues 12-A-Ladegerät: GaN-Technologie ermöglicht bis zu dreimal schnelleres Laden grosser 800-Wh-Akkus.
Software-Updates: Neue Funktionen wie «Drivetrain Tensioner» (schnelleres Ansprechverhalten) und «Trick Check».
Drittanbieter-Ökosystem: Erstmals native Garmin-Integration über das neue «Live Data Interface».
Nach dem jüngsten Performance-Upgrade stehen bis zu 120 Nm Drehmoment zur Verfügung, und die «Extended Boost»-Funktion lässt sich noch feiner an eigene Vorlieben anpassen.
Bosch setzt jedoch nicht ausschliesslich auf rohe Leistung. Eine verfeinerte Software und eine verbesserte Hinderniserkennung sorgen dafür, dass die Kraft zielgerichteter zur Verfügung steht. Der Motor generiert Spitzenwerte nur dann, wenn das Gelände es erfordert. Das schont wichtige Antriebskomponenten und verlängert die Akkulaufzeit.
Zudem bringt das Update drei wesentliche Software-Neuerungen für das smarte System:
Drivetrain Tensioner: Diese neue Funktion minimiert die Verzögerung zwischen dem Impuls auf den Pedalen und der Reaktion des Motors, was besonders in technischen Uphills entscheidend ist.
Optimierter «Extended Boost»: Über die «eFlow App» lassen sich die Eckwerte für den Nachlauf-Modus («Extended Boost») nun noch feiner und vielfältiger auf die eigenen Vorlieben abstimmen.
«Trick Check»: Ein spielerischer Ansatz zur Gamifizierung des E-Mountainbikens, der Sprünge und Wheelies statistisch erfasst.
Damit die grossen 800-Wh-Akkus schneller geladen werden können, bringt Bosch E-Bike Systems nun ein 12-A-Ladegerät auf den Markt.
Für den Alltag und Tourenfahrer weitaus relevanter als Sprungstatistiken ist die neue Ladeinfrastruktur. Um die Ladezeiten der grossen 800-Wh-Akkus drastisch zu verkürzen, bringt Bosch eBike Systems ein leistungsstarkes 12-A-Ladegerät auf den Markt.
Dank moderner GaN-Technologie (Galliumnitrid) bleibt das Netzteil kompakt und wiegt weniger als ein Kilogramm. Es lädt E-Bike-Akkus bis zu dreimal schneller auf als das bisherige 4-A-Standardladegerät. Gerade auf langen E-Mountainbike-Touren mit kurzen Pausen ist dies ein Vorteil.
Ein weiterer Meilenstein ist die Öffnung des Bosch-Ökosystems. Das neue «Live Data Interface» ermöglicht erstmals die direkte Kopplung von Drittanbieter-Geräten an das smarte System. Das sorgt für eine weitreichende Personalisierung sportlicher E-Bikes. Den Anfang machen die beliebten, GPS-tauglichen Velocomputer «Edge 850» und «Edge MTB» von Garmin, die nun nahtlos mit den Motordaten von Bosch kommunizieren können.

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