Eurobike stellt ab 2027 auf Zweijahres-Rhythmus um

Die Fachmesse-Landschaft in Europa ist in Bewegung: Kurz vor Messestart kündigten die Eurobike-Macher an, dass ihre Messe künftig alle zwei Jahre stattfinden wird. Zudem sind zusätzliche Endverbraucher-Events geplant.

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Velobiz, Velobiz Gastbeitrag (service@velobiz.de)
News, 29.06.2026

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Für den Herbst 2027 kündigt sich in Europa ein übervoller Fachmessen-Kalender an: Die Eurobike rückt wieder auf einen Termin Anfang September, die deutschen Verbände laden keine Woche später zur Premiere der Towards Tomorrow European Bike Show und im Oktober soll in Amsterdam die Premiere der Cycle Expo Amsterdam steigen. Kurzum: Die Eurobike bekommt Konkurrenz.

Noch vor dem Start der Messe hatte Fairnamic Geschäftsführer Philipp Ferger verkündet, dass die Eurobike nach der nächstjährigen Auflage nur noch alle zwei Jahre stattfinden soll. Die Messegesellschaft wolle damit vor allem einem häufig geäusserten Wunsch ihrer Aussteller nachkommen und dem gestiegenen Kostendruck in der Branche Rechnung tragen, heisst es aus dem Eurobike-Team.


Zudem liegt die Vermutung nahe, dass die Ankündigung als subtiles Friedensangebot in Richtung des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) und seiner für 2027 angekündigten Towards Tomorrow European Bike Show zu verstehen sein könnte. Während eine direkte Zusammenarbeit vorerst vom Tisch sein dürfte, erhofft man sich auf Veranstalterseite wohl zumindest eine Kompromisslösung zur alternierenden Koexistenz der beiden Formate. Entsprechende Spekulationen werden im Eurobike-Team zwar nicht bestätigt, ihnen wird aber auch nicht vehement widersprochen.


Der künftige Zweijahresrhythmus ist allerdings nur die halbe Wahrheit, denn dieser Plan bezieht sich ausschliesslich auf die Rolle der Eurobike als B2B-Fachmesse. Im Gegenzug plant Fairnamic nämlich auch, die Schlagzahl im B2C-Bereich – also bei den Events für Endverbraucher – deutlich zu erhöhen. Bereits bisher veranstaltet Fairnamic gemeinsam mit der Agentur Velokonzept alljährlich die Velo Berlin auf dem Gelände vom ehemaligen Flughafen Tempelhof. Diese könnte künftig deutlicher als Event unter dem Markendach der Eurobike wahrnehmbar sein, wie Ferger in seiner Präsentation andeutete.


Zudem wurde der Begriff Eurobike Festival, der bereits für die bisherigen Publikumstage der Fachmesse eingeführt wurde, als Titel für zwei neue, jährliche B2C-Events genannt. Diese sollen ergänzend zur Velo Berlin geografisch in der Mitte und im Süden Deutschlands platziert werden. Der Gedanke, dass mit dem geplanten Endverbraucher-Event im Süden Deutschlands bald wieder die Eurobike-Fahnen vor dem Friedrichshafener Messegelände wehen könnten, scheint nicht ganz abwegig – auch wenn sich die Messemacher zur konkreten Ausgestaltung noch bedeckt halten.


Ins Bild passt dazu jedenfalls die Vorstellung des neuen Show Directors, mit dem das Eurobike-Team einen ausgewiesenen Event-Experten gewinnt: Der neue Messe-Frontmann Matthias Pietsch  war zuletzt Geschäftsführer der A.S.O. Germany GmbH, der deutschen Tochter des Tour-de-France-Veranstalters, und bringt damit viel Know-how für die geplante Publikums-Expansion mit.

Fotos: zVh fairnamic / Frank Baumhammel, Markus Fritsch (1)

www.eurobike.com
www.fairnamic.com

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