Test: Brooks «Cambium C13»

Sitzt es sich gut auf einem Brooks-Sattel, der nicht aus Leder ist? Der Velojournal-Langzeittest hat die Antwort.

Fabian Baumann, Redaktor

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
Ausprobiert, 02.04.2022

Brooks ist bekannt für Velosättel als Leder. Mit dem «Cambium C13» hat der Traditionshersteller aber ein Modell im Sortiment, das ohne Leder auskommt. Stattdessen setzen die Briten beim Obermaterial auf eine Kombination aus vulkanisiertem Naturkautschuk und Nylon. Die Nylonoberfläche ist wasserdicht und macht den «C13» witterungsbeständig. Die Schienen des Sattels sind aus Carbon, was das Gewicht senkt. Mit rund 300 Gramm ist er der leichteste Brooks-Sattel überhaupt.

Anders als die Ledermodelle von Brooks braucht der «C13» keine Einfahrzeit. Passt er zum Gesäss, ist er bequem von der ersten Minute an und bleibt es auch bei stundenlanger Fahrt. Schlechtes Wetter macht dem Sattel nichts aus.

Mit der Zeit sieht man kleinere Abriebstellen an den Kanten, was aber normal ist. Weniger glücklich ist die Verarbeitung der Nieten. Brooks gibt an, dass man von Zeit zu Zeit deren Sitz prüfen soll, da sie sich durch Vibrationen während der Fahrt lösen können. Während der Hersteller sagt, dass dies nur selten vorkomme, löste sich eine der Nieten meines Sattels bereits nach kurzer Zeit. Leider unbemerkt von mir, sodass sie rausfiel. Ersatznieten sind im Handel aber erhältlich.

Brooks «Cambium C13», sportlicher Sattel aus Naturkautschuk, in zwei Breiten erhältlich, ca. Fr. 170.–

Getestet: Zwei Jahre lang im Dauereinsatz
+  bequem von der ersten Minute an
+  wetterfest
+  Retro-Look
–   Nieten können sich lösen

brooksengland.com