Neues Leitsystem für Mountainbike-Trails

Farben und Symbole sollen Mountainbike-Trails sicherer machen. Eine schweizweit einheitliche Signalisation bewertet die Schwierigkeit und Trailtyp, damit die Route besser eingeschätzt und Unfälle vermieden werden können.

Julie Nielsen, Redaktorin (julie.nielsen@velojournal.ch)
News, 13.07.2026

Auf der Karte oder am Einstieg eines Trails lässt sich oft nur schwer abschätzen, wie anspruchsvoll die Strecke tatsächlich ist. Was für erfahrene Bikerinnen und Biker ein flowiger Trail ist, kann für Einsteiger schnell zur Überforderung werden. Genau dort setzt eine neue, schweizweit einheitliche Signalisation an. Künftig zeigen fünf Schwierigkeitsstufen von Grün bis Violett sowie drei Trail-Kategorien auf einen Blick, was Fahrende erwartet. Das System wurde von Schweiz Mobil gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) entwickelt und von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) mitgestaltet. Ziel ist es, die Orientierung zu erleichtern, Unfälle zu verhindern und gleichzeitig das Miteinander auf gemeinsam genutzten Wegen zu verbessern. BFU-Experte Benedikt Heer ist überzeugt: «Damit ist es künftig viel einfacher, einen Trail zu wählen, der dem eigenen Fahrniveau entspricht.»

Farben, Formen und Symbole für mehr Sicherheit

Die Neuerung kommt nicht von ungefähr: Gemäss BfU verletzen sich in der Schweiz jedes Jahr über 16 000 Personen beim Mountainbiken. Häufige Ursache ist, dass der technische Anspruch eines Trails unterschätzt wird. Zum Beispiel bei steilen Passagen, hohen Stufen, Wurzeln oder engen Kurven. Mit der neuen Klassifikation sollen Mountainbikerinnen und Mountainbiker künftig einfacher eine Route wählen können, die ihrem Können entspricht. Neben der Farbskala helfen auch unterschiedliche Symbolformen Menschen mit Farbsehschwäche bei der Orientierung. Zusätzlich unterscheiden Symbole zwischen mit Wandernden gemeinsam genutzten Singletrails, naturnahen Tech-Trails und künstlich angelegten Style-Trails.

Für Mountainbike-Strecken ist verbindlich festgelegt, dass der Schwierigkeitsgrad signalisiert werden muss. Das ist ein grosser Vorteil für alle, findet Heer: «Die Signalisation verdeutlicht Bikerinnen und Bikern neben der Schwierigkeit auch, dass Personen zu Fuss auf dem Weg unterwegs sind und umgekehrt. Dies fördert das rücksichtsvolle Miteinander.»

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