Verbesserungen sind unabdingbar

Die Velobranche hat im letzten Jahr verkauft wie noch nie. Die markanten Zuwächse zeigen die neue Lust am Velofahren. Pro Velo Schweiz fordert von den Kantonen und Gemeinden eine deutliche Reaktion.

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Claudia Bucher (claudia.bucher@pro-velo.ch)
Kommentar, 09.03.2021

Der Verband Velosuisse hat am 9. März die Verkaufszahlen des vergangenen Jahres publiziert. Er stellt gegenüber den Vorjahren einen deutlichen Zuwachs sowohl bei den traditionellen Velos wie bei den Elektrovelos fest. Der Anteil Elektrovelos liegt bei rund einem Drittel der Verkäufe. In dieser Kategorie sind die Verkaufszahlen der «schnellen» Elektrovelos (bis 45 km/h Tretunterstützung) stärker angestiegen als die der «langsamen» (bis 25 km/h Tretunterstützung).

Die Zahlen zeigen, dass das Velo sowohl für Freizeitfahrten wir für das Pendeln an Bedeutung gewonnen hat. Pro Velo Schweiz wertet diese Entwicklung als positiv. Präsident Matthias Aebischer dazu: «Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, welches Potential im Velo steckt. Wenn der Rahmen stimmt, werden noch mehr Menschen das Velo entdecken.»

«Für ein weiteres Wachstum beim Veloverkehr sind jedoch Verbesserungen beim Wegnetz unabdingbar.»

Für ein weiteres Wachstum beim Veloverkehr sind jedoch Verbesserungen beim Wegnetz unabdingbar. Dazu gehören mehr und breitere Radwege und Radstreifen. Velowegnetze funktionieren zudem nur, wenn sie durchgehend sicher befahrbar sind. Dabei muss das Augenmerk auf das gesamte Altersspektrum gerichtet werden: Kinder sollen auf dem Schulweg ebenso sicher unterwegs sein können wie ältere Personen beim Einkaufen oder auf der Velotour.

Pro Velo Schweiz appelliert an die Kantone und Gemeinden, für den Veloverkehr den nötigen Platz und mehr Sicherheit zu schaffen. Gute Beispiele dafür hat der Verband soeben in einer best-practice-Sammlung zusammengestellt.

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