E-Bikes 2021

Der E-Bike-Jahrgang 2021 präsentiert sich vielfältig. Der Trend zu Velos für den On- und Offroadeinsatz geht weiter, gleichzeitig investieren die Hersteller viel in ein ausgewogenes Erscheinungsbild ihrer Bikes.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
Neuheiten, 29.04.2021

Das Jahr 2021 ist ein spezielles Jahr. Die Covid-19-Pandemie hat weltweit für einen Fahrradboom gesorgt. Die Nachfrage ist förmlich explodiert. Fabriken in Fernost, aber auch in Europa stiessen und stossen an Kapazitätsgrenzen. Erschwerend kommt hinzu, dass Fahrräder aus unzähligen Komponenten bestehen. Viele Teile werden weltweit nur von wenigen Herstellern produziert.

Bei manchen Komponenten gibt es mittlerweile Wartezeiten von bis zu eineinhalb Jahren. Bei Elektrovelos spielt ein weiterer Faktor mit. Elektronische Bauteile wie Chips und Prozessoren, die an E-Bikes zum Einsatz kommen, werden auch von der Autoindustrie oder von PC- und Smartphoneherstellern nachgefragt.

Auch die Logistik macht der globalen Fahrradbranche zu schaffen. Der Seetransport von Asien nach Europa ist seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr beeinträchtigt. Und steckt dann noch ein Megafrachter – wie Ende März – im Nadelöhr Suezkanal fest, kommt die begehrte Ladung noch später in Europa an.

Velojournal hat für die Marktübersicht bei den Herstellern gezielt nach Modellen gefragt, die erhältlich sind, im nächsten Jahr weiterlaufen oder ein ähnliches Nachfolgemodell haben werden. Die Auswahl lässt sich sehen.
Was sich bereits im vergangenen Jahr abzeichnete, geht 2021 weiter: Immer mehr Marken haben E-Bikes im Angebot, zu denen die Bezeichnung SUV passt.

Die Elektrovelos verfügen über Reifen mit viel Profil und geländegängige Fahrwerke – Vollfederung ist keine Seltenheit mehr. Gleichzeitig sind die Modelle alltagstauglich ausgestattet, was dem Umstand Rechnung trägt, dass ihr primäres Einsatzgebiet der urbane Raum ist. Abstecher ins Gelände oder sogar auf Trails liegen mit vielen dieser E-Bikes aber durchaus drin.

Bei den neuen Elektrovelos dominieren Konstruktionen mit Mittelmotor. Diese werden immer sauberer ins Design integriert. Auch die Akkus verschwinden zunehmend im Rahmeninnern, und ihre Kapazität nimmt dabei laufend zu: 500 Wattstunden sind heute fast schon das Minimum.

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