Berner Mountainbike-Begeisterte formieren sich

Im Kanton Bern hat sich mit BEBike eine neue Interessengemeinschaft formiert. Diese sieht sich als Bindeglied zwischen Bike-Begeisterten und Behörden und will den Sport im Kanton voranbringen.

Fabian Baumann, Redaktor (fabian.baumann@velojournal.ch)
News, 14.09.2021

Mountainbiken gehört in der Schweiz zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Rund acht Prozent der Bevölkerung schwingen sich zu Sportzwecken in den Bikesattel. Dennoch treffen Bikerinnen und Biker immer wieder auf Hürden – Fahrverbote und fehlende Infrastruktur zur Ausübung des Sports.

Im Kanton Bern etwa sind viele Wanderwege für Menschen auf zwei Rädern tabu. Anders sieht es im Wallis oder in Graubünden aus, wo stärker auf die Koexistenz von Wanderern und Mountainbikerinnen gesetzt wird. Eine neu formierte Interessengemeinschaft möchte das Biken auch in Bern ein Stück weiterbringen. «Der Verein BEBike bündelt die Interessen der Bike-Community, um als Einheit in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden», schreibt der Verein in einer Mitteilung.

Ziel sei, die Interessen der Mountainbikerinnen und -biker gegenüber Behörden und Verwaltung, politischen Organisationen, Grundeigentümern und weiteren Anspruchsgruppen im Kanton Bern zu vertreten. Der neu gegründete Verein wolle «die Lücke der zurzeit fehlenden kantonalen Anlauf- und Fachstelle schliessen».

«Die Schaffung einer Dachorganisation fürs Mountainbiken war dringend nötig.»

Brigitte Herzog, BEBike Geschäftsstelle

Im Vorstand wirken Personen mit, die seit Jahren treibende Kräfte für Mountainbike-Infrastrukturen in den Regionen Thunersee, Emmental, dem Gantrischgebiet und Teilen rund um Bern sind und sich im Berner Oberland Ost und West und dem Gebiet Voralpen für legale Routen und Anlagen einsetzen.

«Die Schaffung einer Dachorganisation fürs Mountainbiken war dringend nötig», sagt Brigitte Herzog von der BEBike Geschäftsstelle. Im Kanton Bern würden die nationale Gesetzgebung und die Wanderweggesetzgebung sehr restriktiv zugunsten der Wanderinnen und Wanderer ausgelegt.

Es sei aber nicht möglich, die Wege von Menschen zu Fuss und Personen auf zwei Rädern stets zu entflechten. Es brauche gemeinsam verträgliche Lösungen für stark frequentierte Wanderwegabschnitte. «Miteinander statt gegeneinander», so Herzog.