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			<title>velojournal.ch Blog-Feed</title>
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			<copyright>velojournal.ch 2006</copyright>
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<title>Wir Asphalt-Nutzniesser</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/wir-asphalt-nutzniesser.html</link>
<pubDate>Mon, 21 May 2012 14:47:34 +0200</pubDate>
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<![CDATA[ Kürzlich, auf den Spuren von Dres Balmers <a href="/leserinnen-aktion-2012.html" target="_blank">Querpass</a> über niedrige, aber zum Teil steile Mittellandpässe. Wir fahren mit unseren Rennrädern vom Bodensee her über den Ruppenpass dem Säntis entgegen. Trotz Auffahrt hat es relativ wenig Verkehr, nur auf der Schwägalp nerven die üblichen Töfffahrer auf ihren hochgezüchteten Maschinen. Die meisten fahren dennoch anständig und mit gebührendem Abstand an uns vorbei. Auf der Passhöhe macht mir ein süddeutscher Motorradpilot sogar ein Kompliment. Eine nicht selbstverständliche Geste, Chapeau!<br /><br />Am nächsten Morgen geht es beschaulich aber mit steilen Rampen 650 Höhenmeter von Starkenbach auf die Vorder Höhi, die auf 1537 M. ü. M. liegt. Ein Traum von Passsträsschen, kein Fahrzeug kommt uns entgegen – der Pass ist ja noch gesperrt. Zwischendurch tragen wir die Velos, auf dem letzten halben Kilometer erlöst uns die Schneefräse, die eben durchgefahren ist. Sonst wären wir auch hier noch durch meterhohen Schnee gestapft. Obwohl die Vorder Höhi ein eher unbekannter Pass ist, ist die Strasse durchgehend asphaltiert. Das gibt’s nur in der Schweiz, diese Perfektion. Naturschutzkreise verfolgen die zunehmende Zubetonierung von Wanderwegen deshalb mit Sorge. Aber solange hier ein Übergang auch der Bewirtschaftung dient, lassen wir uns das gerne gefallen. Mit unseren leichten Rädern sowieso. Auf dem Rennrad sind wir für einmal gerne Nutzniesser des Asphalts.<br /> ]]>
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<title>Freie Fahrt für freie Bürger</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/freie-fahrt-fur-freie-burger.html</link>
<pubDate>Wed, 16 May 2012 18:42:21 +0200</pubDate>
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<![CDATA[ Mit diesem Slogan weibelte die Autopartei in den Achtziger Jahren für ihre Anliegen. Heute lässt ein ETH-Professor die Autofahrer träumen, staufrei durch Zürich fahren zu können. Kein Wunder halten Politiker aus SVP, FDP und GLP Dirk Helbings neues Verkehrsleitsystem für prüfenswert.Ich erinnere mich, wie die Stadtverwaltung damals die «grüne Welle» einführte und wie die Velolobby dafür kämpfte, dass diese Welle auf 25 Stundenkilometer gesenkt werde, damit auch wir eine Chance auf «freie» Durchfahrt haben. <br />Viel hat sich seither nicht geändert: Fitte Velofahrer treten bei Grün voll in die Pedale, die anderen bleiben hängen. Während die jetzige Ampelsteuerung beim Autoverkehr den Vorteil hat, den Verkehr zu verlangsamen, bzw. für gleichmässige Geschwindigkeiten zu sorgen, warten wir noch immer auf Tempo 25 für Velos entlang dieser Verkehrsachsen. Deshalb bin ich gerne bereit, über das Modell von Herrn Professor Helbing nachzudenken, wenn es auch hiesse «Freie Fahrt für freie Velos». Ich befürchte aber, dass sein Vorstoss eher die Autofahrenden dazu ermuntern wird, wieder vermehrt mit ihren Blechkisten in die Stadt zu fahren. Und das brauchen wir nun wirklich zuletzt. ]]>
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</item> 
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<title>Verkehrsprobleme mal anders</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/verkehrsprobleme-mal-anders.html</link>
<pubDate>Fri, 11 May 2012 04:34:22 +0200</pubDate>
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<![CDATA[ <p>Seit einer knappen Woche weile ich in der
Stadt Tula in Russland. Aufenthalte in Russland eröffnen mir immer wieder neue
Perspektiven und lassen mich schätzen, was ich in der Schweiz habe – gerade im
Verkehr. In Tula und in Russland generell herrschen ein derartiges
Verkehrschaos, dass ich mir ziemlich weinerlich vorkomme, wenn ich mich je
wieder über die Verkehrsprobleme in Zürich oder der Schweiz beschwere. </p>
<p>Mein Arbeitsweg vom «Proletarier»-Distrikt ins
Staatsarchiv ist gut zehn Kilometer lang – alles innerhalb einer Stadt mit unwesentlich
mehr Einwohnern als Zürich. Theoretisch gibt es drei Optionen: Das Auto, ein
uraltes Sammeltaxi, oder das Velo. Letztere Option überlegte ich mir am ersten
Tag. Die Strassen sind jedoch so verstopft und die Fahrweise derart aggressiv,
dass ich mich ehrlich gesagt wenig ermutigt fühlte. Als ich schliesslich am
ersten Morgen auf dem Arbeitsweg am Strassenrand gleich einen blutüberströmten
Velofahrer mit verbogenem Vorderrad sah, gab ich das Abenteuer Velo auf. Ein
Auto habe ich keines. Es bleibt also das überfüllte Sammeltaxi, das einen mehr
oder weniger sicher zur Arbeit bringt – wenn es denn Platz gibt. </p>
<p>Trotz des täglichen Verkehrsinfarktes, der
nicht zuletzt auf die teilweise riesigen Löcher im Belag zurückzuführen sind,
kommen irgendwie alle zur Arbeit. Für mich fühlt sich das Spektakel bisher auch
wie ein Teil einer inoffiziellen Feldforschung an. Wenige Dinge lehren einen so
viel über das Alltagsleben wie der tägliche Verkehr. Sich über das
Verkehrschaos aufzuregen, liegt jedenfalls nicht in der Natur der Russen. Sie
ertragen es stoisch. Allerdings haben sie auch keine grosse Wahl: Als die
Regierung vor einigen Jahren eingestehen musste, dass die Strassen nicht dem
gesetzlich vorgeschriebenen Standard entsprachen, löste sie das Problem
ebenfalls typisch russisch: Sie lockerte schlicht die Standards. Jetzt sind die
grossen Löcher wenigstens gesetzeskonform. </p>
<p>Ivo Mijnssen</p> ]]>
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</item> 
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<title>Bloss nicht den Lenker loslassen</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/bloss-nicht-den-lenker-loslassen.html</link>
<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 18:26:04 +0200</pubDate>
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<![CDATA[ In der Stadt werden gewisse Verkehrsregeln von Radfahrenden locker interpretiert. Die Busspur an der Zürcher Langstrasse ist schon längst ein Veloweg, und stehende Autos werden auch gerne via Tramtrassee überholt. Wenn die Polizei kontrolliert, gibt es Bussen. Beim Fahren auf dem Tramtrasse sind diese noch nachvollziehbar, auf der Langstrasse ärgerlich. Bussen drohen aber auch wegen viel Geringfügigerem, wie der Schweizer Radprofi Guiseppe Atzeni kürzlich erfahren musste. Bei einer Trainingsfahrt über den Sattel liess er oben angekommen den Lenker los, um den Reissverschluss seines verschwitzten Trikots zu schliessen. Pech für Atzeni, denn just in diesem Moment war eine Polizeistreife vor Ort. «Loslassen der Lenkervorrichtung» wird gemäss Ordnungsbussenkatalog mit 20 Franken gebüsst.<br /><br />Im «Blick am Abend» ärgert sich der Radprofi über die «unnötige Busse». Es hätte für Atzeni aber noch teurer werden können, wie ein Blick in den <a href="http://www.rechtssicher.ch/praxistipp_view.cfm?nr=1305&amp;stichwort=Bussenkatalog---Bussen-f%C3%BCr-Mofa--und-Fahrradfahrer" target="_blank">Bussenkatalog</a> zeigt. Keine Diebstahlsicherung am Fahrrad: 20 Franken; kein Rückstrahler: 40 Franken; Loslassen der Pedale: 20 Franken; Nebeneinanderfahren mehrerer Velos: 20 Franken. Mein Tipp daher an die Polizei: Wartet mit der nächsten Kontrolle bis zur Tour de Suisse. Bei rund 160 Fahrern könnte sich das bussentechnisch lohnen.<br /><em>Fabian Baumann</em> ]]>
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</item> 
<item>
<title>Faszination Töff</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/faszination-toeff.html</link>
<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 16:27:01 +0100</pubDate>
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<![CDATA[ <p>Dass es Frühling wird, sieht man diese Tage
spätestens beim Durchblättern der Zeitungsbeilagen. Neben Gartenthemen ist das
Auto prominent vertreten – und das Motorrad. «Faszination Töff» steht etwa in
einer Sonderbeilage der NZZ, und die FAZ am Sonntag fabuliert neben einer
ornamentierten Harley-Davidson über die «Kunst der Verführung». Damit trifft
sie den Nagel auf den Kopf, wie mir ein Kollege von der Motorradpresse
bestätigt: Motorräder sind das Liebkind einer älteren, männlichen Klientel, die
gerne in vergangenen Jugendjahren schwelgt. <br />
Was er auch sagt: Die Töffbranche hat ein Nachwuchsproblem. Trotz allem Chrom
und Glanz begeistern sich die Jungen wenig für den Töff. Aus Imagegründen, oder
wegen der Wirtschaftskrise? Vermutlich beides. Auch in Italien, dem Rollerland
schlechthin, gehen die Umsätze zurück. Der nostalgische Blick zurück fällt einem
unweigerlich auf, wenn man in diesen Beilagen blättert. Da fehlt jeglicher
Aufbruchswille, der z.B. die Velobranche mit den E-Bikes seit einigen Jahren
elektrisiert. Nicht ein Elektrotöff wird da vorgestellt, obwohl die eng
verwandte Autobranche seit Jahren den Elektroboom als festen Werbefaktor
eingebaut hat (deren Umsatzzahlen lassen aber nach wie vor zu wünschen übrig).
Ganz anders bei den Töffs: Da beweihräuchern sich «Benzin-Im-Blut» -Fans
gegenseitig. Wie grosse Buben, die bei Zügen und Flugzeugen in Verzückung
geraten. Davor scheinen auch grosse Journi-Buben nicht gefeit zu sein. Anders
kann ich mir die weitgehend unkritische Berichterstattung zu diesem Thema nicht
erklären.</p> ]]>
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</item> 
<item>
<title>Wir, die besseren Menschen</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/wir,-die-besseren-menschen.html</link>
<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 18:50:43 +0100</pubDate>
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<![CDATA[ Kürzlich, in meiner hochgeschätzten Gymnastikstunde mit Angela K. Wir, sechs Frauen und zwei Männer, ziehen uns um, um wieder frisch gestärkt an die Arbeit zurückzukehren. Leider ist die Garderobe, die direkt hinter dem ebenerdigen Eingang steht, von einem Velo und einer Frau verstellt, die dort mit Klebeband Werbung für ihre Kurse an die Wand pappt. Alle verdrehen die Augen und drapieren sich um Frau und Göppel herum, eine ansonsten durchaus freundliche Person. Auf meine Frage, ob sie denn kein Schloss hätte, um ihr Rad draussen abzustellen, antwortet sie: «Ja schon, aber das ist zu kompliziert, sonst müsste ich alles von meinem Korb wegnehmen». Nun verdrehe auch ich die Augen, vor allem weil ich sehe, dass sie einen Aufkleber einer mir nahestehenden Veloorganisation an ihrem hinteren Schutzblech hat. Muss ich mich nun fremdschämen für diese Frau mit ihrem Pro Velo Kleber, die nicht merkt, wie sie den Weg verstellt? Nein, aber mir kommt dabei in den Sinn, dass es immer noch Leute gibt, die Velofahrende als bessere Menschen ansehen. Sind sie nicht, dafür oft genauso egoistisch und auf den eigenen Vorteil bedacht, wie alle anderen «schlechteren Menschen». Oder, wie in diesem Fall: schlicht etwas bescheuert.<br /><span>	</span><br /> ]]>
</description>
</item> 
<item>
<title>Das Bike polarisiert </title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/das-bike-polarisiert.html</link>
<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 17:55:44 +0100</pubDate>
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<description>
<![CDATA[ <p>Der Widerstand gegen die geplante Revision des
Berner Waldgesetzes ist massiv. Anfang Woche veröffentlichte der Branchenverband
«Swiss Cycling» eine Stellungnahme. Diese wurde durch eine Online-Petition begleitet,
welche innerhalb von zwei Wochen von 31'235 Personen unterzeichnet worden war. Die
von aktiven Berner Bikern angeschobene Petition erhielt Support aus der ganzen
Veloszene, von Förstern und Touristikern.</p>
<p> </p>
<p>Mitten in dieser Kontroverse veröffentlichte
die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) vor zwei
Wochen die Ergebnisse einer Umfrage unter gut 3000 Personen zu
Freizeitnutzungen im Wald. Den Auftrag dazu hatte das Bundesamt für Umwelt BAFU
erteilt. Danach nerven sich die Befragten im Wald am meisten über Biker. Aus
Bike-Kreisen kam postwendend der Vorwurf zurück, dass die Studie nicht
repräsentativ sei, weil das Durchschnittsalter der Befragten mit fast 60 Jahren
höher sei als das der Gesamtbevölkerung. Mountainbiker sind logischerweise eher
jünger. </p>
<p> </p>
<p>Velojournal ging diesen Vorwürfen nach. Studienleiter
Christoph Hegg vom WSL erklärt, dass die Auswahl der Befragten altersmässig
repräsentativ war. Da jedoch nicht alle Angerufenen und Angeschriebenen
antworteten, waren die Jüngeren tatsächlich leicht unterrepräsentiert. Zudem
wurden nur Personen ab 18 Jahren befragt.</p>
<p> </p>
<p>Eindeutig ist, dass das Thema Biker stark
polarisiert: Laut Hegg erhielt das Bike sehr viele positive <em>und</em> sehr viele negative Bewertungen. Rein
aufgrund der Anzahl Nennungen schälte sich das Bike als Hauptproblem heraus. Von
allen Befragten fühlen sich 27% auf irgendeine Weise im Wald gestört. 30% davon
nannten die Biker als Ärgernis. Nur gut 8% aller Befragten nervten sich also
über die Biker! Interessanterweise fanden jene, die sich gestört fühlten, den
Wald dennoch nicht weniger erholsam.</p>
<p>Die Studie ergab auch, dass sich die Konflikte
auf einige wenige Brennpunkte (z.B. Uetliberg) konzentrieren. Dafür müssten
Lösungen gefunden werden, betont Hegg und befürwortet an einigen Stellen eine
«Kanalisation» der Biker auf speziellen Wegen. Zum Berner Beispiel wollte er
sich nicht äussern. </p>
<p> </p>
<p>Die Kontroverse um das Berner Waldgesetz, aber
auch der Hinweis auf die Nutzungskonflikte auf Zürichs Hausberg zeigen, dass
das Bike vor allem in stark genutzten Gebieten ein heisses Eisen bleibt.
Verbote bringen aber nichts, der Einbezug der Nutzer hingegen sehr viel. So hat
die Zürcher Stadtverwaltung mit diesem Vorgehen viel zur Entspannung auf dem
Uetliberg beigetragen. Biker müssen aber auch akzeptieren, dass sie mit ihrem
Auftritt und Aussehen vor allem Ältere abschrecken. Und sie müssten sich halt
auch einbringen – und Umfragen ausfüllen.</p>
<p> </p>
Weitere Informationen finden Sie <a href="/vj-online/nachrichten/widerstand-gegen-waldgesetz.html" target="_blank">auf der Website von velojournal</a>. ]]>
</description>
</item> 
<item>
<title>Vom Winde verweht</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/vom-winde-verweht.html</link>
<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 20:24:13 +0100</pubDate>
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<description>
<![CDATA[ <p>Nun liegen sie wieder herum, die Veloleichen: umgeworfen
vom letzten Sturm, achtlos zurückgelassen, am Strassenrand, in Hecken, Rabatten,
halb auf der Strasse, oder auch einfach an Gartengeländern abgestellt. Oft ohne
Schloss. Wem gehören diese meist intakten Vehikel, die da langsam vor sich
hinrosten? Welche Geschichten würden sie erzählen, wenn sie könnten?
Geschichten von wohlstandsverwahrlosten ZeitgenossInnen, die ihren zweirädrigen
Gefährten einen Sommer und einen schönen, sonnigen Herbst lang gebrauchten und
dann achtlos liegengelassen haben? Oder erzählen sie die Geschichte einer
Sommer-Fahrradliebe – eine Geschichte, die dem kalten, harten Winter nicht
standhielt? <br />
Nur gerade mal 1,6 Prozent der als gestohlen gemeldeten Velos werden in der
Schweiz wiedergefunden, <a href="/aktuelle-ausgabe/ausgabe-1/2012/wehret-den-langfingern!.html" target="_blank">steht im aktuellen velojournal</a>. Das ist erschreckend
wenig. Wenn ich an die Rostlauben denke, die ich täglich passiere, habe ich den
Eindruck, viele wollen ihren «Göppel» auch gar nicht wieder zurück. Ausser mir:
Seit mein Velo im letzten November geklaut wurde, halte ich immer Ausschau, ob
es irgendwo wieder hervorkommt. Es war zwar nicht mehr das Neuste, aber nach
acht Jahren hatten wir uns perfekt
aufeinander abgestimmt. Aber da bin ich wohl nur etwas altmodisch und
sentimental. Wahrscheinlich ist das nur ein Frage der richtigen Einstellung zum
Konsum.</p> ]]>
</description>
</item> 
<item>
<title>Velofahren bei Minustemperaturen</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/velofahren-bei-minustemperaturen.html</link>
<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 17:39:50 +0100</pubDate>
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<![CDATA[ Was, bei dem Wetter? Dies höre ich immer wieder, wenn ich zurzeit mit dem Velo unterwegs bin. Dabei war es in den letzten Wochen nur ein bis zwei Tage wirklich glitschig und gefährlich, auf zwei Rädern unterwegs zu sein. Ansonsten sorgen in der Stadt die orangen städtischen Heinzelmännchen dafür, dass nach kurzer Zeit die Strassen trocken sind und nur vereinzelt Eisglätte auftritt. Das ist auf dem Land und in hügeligeren Gebieten natürlich anders. Aber dafür gibt es ja Spikes, die zu einem sorglosen Weiterkommen verhelfen. Mehr Kummer macht mir das gestreute Salz, das sich vor allem in der Kette ablagert. Zum Glück habe ich sie gut geölt. Dennoch erhält mein Drahtesel in den nächsten Tagen noch eine Spezialbehandlung: Alles Salz wird abgewaschen und vor allem die Kette wird wieder gut eingeölt. Das ist viel wichtiger, als die mitleidige Frage, «was bei diesem Wetter fährst du Velo?» Ich habe durch die Bewegung nämlich schön warm, während sich andere an Bus- und Tramhaltestellen einen abschlottern. Mein Velo will aber vom Salz befreit sein, sonst geht’s ihm schlecht. Und mir dann auch. So einfach ist das. ]]>
</description>
</item> 
<item>
<title>Zürich-Bashing à la NZZ</title>
<link>http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/zurich-bashing-a-la-nzz.html</link>
<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 12:06:00 +0100</pubDate>
<guid isPermaLink="false">http://www.velojournal.ch/vj-online/velojournal-blog/zurich-bashing-a-la-nzz.html</guid>
<description>
<![CDATA[ <p>Letzte Woche machte ein Vorschlag aus dem Zürcher Kreis 5
die Medienrunde: Verschiedene Organisationen, zuvorderst die Vereinigung
«Kulturmeile Zürich-West», die aus Grundeigentümern, Anwohnern und
Gewerbetreibenden besteht, fordern einen «Velohighway». Horch, horch: Auch
Gewerbetreibende und Grundeigentümer haben inzwischen solche Anliegen! Sie
schliessen sich den Grünen an, die einen solchen Vorstoss im Parlament
vorgebracht haben. Pro Velo verlangt Velo-Schnellstassen auch durch das Sihltal,
das Glatttal und bis tief in die Aargauer Agglo, nach Wettingen und Baden.</p>
Für die NZZ, die sich ansonsten meist zu Recht für
ihre Besonnenheit und sorgfältige Recherchen rühmt, fasste diese Vorstösse letzten
Samstag <a href="http://freiezufahrthaldenstrasse.com/2012/01/24/artikel-in-tages-anzeiger-und-nzz/" target="_blank">unter dem Titel «Fröhliche Fahrt ins Verkehrschaos»</a> zusammen.
Da wird dem rot-grünen Zürcher Stadtrat einmal mehr vorgeworfen, «dass er kaum
eine Gelegenheit auslässt, dem Autoverkehr Hindernisse in den Weg zu stellen».
Als Begründung wird die im September vom Volk angenommen Umverkehr-Initiative
angeführt, die gemäss NZZ auch zu einem «Angriff auf den historischen
Parkplatzkompromiss» führen werde. Und
eben der erwähnte Velohighway, dessen Idee nun ganz von Pro Velo stammen soll. <br />
Geflissentlich wird unterschlagen, dass der Stadtrat «gegen» die Umverkehr-Initiative
war und die Velohighway-Idee von unabhängigen Organisationen aus Anwohner- und
Gewerbekreisen stammt. Es ist nicht das erste Mal, dass die «alte Tante von der
Falkenstrasse» in der Lokalpolitik längst tot geglaubte Feindbilder wiederbelebt.
Kürzlich erfolgte das gleiche rot-grüne Bashing beim Thema Steuersenkung,
obwohl sich gerade die «bürgerliche» Regierungsratsmehrheit aus Budgetgründen gegen
eine Steuersenkung aussprechen musste. Die Realität ist halt oft etwas
komplizierter als holzschnittartig gefertigte Ideologien. <br />
Von mir aus darf die NZZ beim Verkehr weiterhin fröhlich zum Halali blasen,
solange sie sich an die Fakten hält. Der Griff in die ideologische Mottenkiste
bei ihrem Stammthema Wirtschaft und Steuern ist hingegen doch etwas peinlich.
Da könnten sich die Lokaljournalisten vielleicht etwas Know-how bei ihren
Auslandkollegen abholen. Oder heiligt der Zweck wieder einmal die Mittel? ]]>
</description>
</item> 	</channel>
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