Grundsätzlich kann man drei verschiedene Systeme unterscheiden,
seine Füsse bei einer Velofahrt im Regen trocken zu halten: Gamaschen,
Überschuhe und wasserdichte Socken (klingt fantastisch, funktioniert
aber je nach Modell recht gut.)
Vorweg ein Wort zu den Schutzblechen: Auch sie haben einen bedeutenden
Einfluss auf das Fussklima: Sind sie breit genug und möglichst lang, so
dass sie den Reifen gut abdecken, halten sie das Spritzwasser des
vorderen Reifens zuverlässig von den Füssen ab. Fest montierte
Schutzbleche sind in dieser Hinsicht den Steckschutzblechen überlegen.
Grosse Wirkung zeigen auch die «Spritzschutzlappen». Sie sind aus Gummi
oder PET und werden am unteren Ende des Schutzbleches angebracht. Man
kann zwar über die Optik streiten, die Wirkung ist aber beachtlich.
Mit Gamaschen in
die Oper
Wer
schon mal bei Regen in die Oper geradelt ist, kann ein Lied davon
singen: Man steigt mit klatschnassen Füssen vom Velo, Hosen und Schuhe
sind unansehnlich vollgespritzt. Hier bieten sich Velogamaschen an: Sie
sind schnell an- und ausgezogen, halten die Füsse auf kurzen Fahrten
trocken und Schuhe wie Hosen bleiben sauber. Besonders beeindruckt
haben hierfür auch die Neos-Überschuhe. Selbst mit Sandalen oder dem
edlen Schuh für die Oper kommt man sauber und trocken durch Regen,
Schnee und Pflotsch. Der geschlossene Überschuh dichtet perfekt ab,
dank Vibram-Sohle lässt sich damit prima laufen und der lange, innen
abgedichtete Klett ermöglicht blitzschnelles An- und Abziehen. In
Kombination mit einem Regenponcho erhält man für kurze und mittlere
Strecken einen ausreichenden und praktischen Regenschutz.
Auf
längeren und/oder sportlicheren Ausfahrten sind die Anforderungen an
einen Regenschutz für die Füsse jedoch höher: Das Handling darf etwas
komplizierter sein und meist wird zusätzlich eine Regenhose getragen.
An sie werden, bedingt durch die längeren Fahrzeiten, höhere
Anforderungen betreffend Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität
gestellt. Die bewährten Schuhüberzüge aus Neopren oder Gore-Tex bieten
auf mittlere Distanzen komfortablen Regenschutz, vermögen auf längeren
Fahrten aber nie ganz dicht zu halten. Hier hat das Testteam die besten
Erfahrungen mit den wasserdichten Socken von Porelle Dry gemacht. Das
Handling ist etwas aufwändiger, denn sie sind bei aufkommendem
Schlechtwetter nicht so schnell angezogen. Der Schuh wird zwar nass,
innen herrscht aber wohlig warmes und trockenes Klima. Zudem bleibt der
Gehkomfort vollkommen erhalten.
Klickpedalen
Nicht
alle «Regenschützer» sind zusammen mit den Klick-Pedalen gleich gut zu
gebrauchen. Bei Gamaschen stört meist der Riemen unter dem Schuh so
stark, dass eine Kombination mit den Klickpedalen nicht möglich ist.
Die Überschuhe sind oft so gefertigt, dass für die Pedalplättchen eine
Öffnung in die Sohle geschnitten wird. Dadurch büsst der Überschuh aber
an Dichtigkeit ein oder neigt dazu, mit dem Klick-Mechanismus der
Pedale zu verhakeln. Das kann, insbesondere im Gelände oder in der
Stadt, gefährlich werden.
Ein guter Regenschutz nimmt dem Regen den
Schrecken. Auf der unten stehenden Marktübersicht hat velojournal die
bewährtesten Produkte für trockene Füsse zusammengestellt. Stay dry!

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