Neuheiten
Das Licht nicht unter den Scheffel stellen
velojournal hat Neuigkeiten zum Thema Velolicht zusammengetragen, berichtet über Hits und gibt Tipps. Die erfreuliche Erkenntnis: Der Innovationsschub hält an, Weiter- und Neuentwicklungen werden zu noch leistungsfähigeren und betriebssicheren Velolichtern führen. Marius Graber
Die bittere Erkenntnis: Bei neuen Velos werden die
guten Beleuchtungskomponenten eher zaghaft montiert (Ausnahme
Nabendynamos) und bei der Montage bestehen noch immer grosse Defizite.
Der Grund ist einfach: Eine seriöse Verkabelung (durchgehendes, sauber
geführtes doppeladeriges Lichtkabel) ist sehr aufwändig, und da die
Konsumenten bei der Wahl ihres neuen Velos zuerst auf die Qualität der
Schaltung achten, kann eine gute Velobeleuchtung bzw. deren
betriebssichere Verkabelung nicht als Verkaufsargument verwendet
werden. Oder es hats einfach noch niemand versucht? Wie wärs mit einer
5-Jahres- Lichtfunktions-Garantie?
Nabendynamos und
LED im Kommen
Wer
auf eine Dynamobeleuchtung setzt, hat mit einem Nabendynamo einen
zuverlässigen Stromlieferanten. Hier ist «Son» punkto leichtem Lauf und
Qualität immer noch unerreicht. Wer etwas Leerlaufwiderstand in Kauf
nehmen kann, ist mit dem preisgünstigen Shimano-Nabendynamo gut
bedient. Beide sind unterdessen auch Scheibenbremsen-kompatibel. Ganz
ohne Leerlaufwiderstand gehts bei den Seitenlauf-Dynamos. Hier scheint
der Dynosys LightSpin nun marktreif zu sein.
Die Bemühungen, aus
den Scheinwerfern mehr Lichtstärke herauszuholen, sind allgegenwärtig,
sei es durch eine bessere Optik und/oder Verwendung stärkerer
Glühbirnen sowie mit mehr «Pfuus»: Mit leistungsstarken 6-Volt- oder
mit 12-Volt-Systemen.
Aktuell sind Weisslichtdioden: Die so genannten LED brauchen weniger
Energie für dieselbe Leuchtkraft oder bringen mit gleich viel Strom
wesentlich helleres Licht. Während bei den Batterieleuchten die ersten
LED-Produkte auf dem Markt sind, wird es bei der Dynamobeleuchtung noch
drei, vier Jahre dauern, bis entsprechende Produkte erhältlich sind.
Wer auf maximale Ausleuchtung angewiesen ist (sei es fürs nächtliche
MTB-Training oder für Arbeitswege durch dunkle, unbeleuchtete
Waldstrecken), kommt um ein leistungsfähiges Akkulicht nicht herum. Die
stärksten bringen 25 Watt und sorgen für eine angenehme Ausleuchtung
und ein sicheres Fahrgefühl. Lupine, bekannt für seine zuverlässigen
Produkte, bietet ein Modell mit Weisslichtdioden.
Rücklichter
Als
Batterierücklichter haben sich LED-Lichter bereits durchgesetzt. Immer
mehr Produkte tragen dem kleinen Abstrahlwinkel der Dioden Rechnung und
arbeiten zwecks besserer Sichtbarkeit mit seitlich ausgerichteten
Dioden, etwa die Leuchte von Sigma, oder das Bumm IX-Red Senso.
Ein
besonderes Problem mit dem Rücklicht hat, wer ein Trailerbike fährt
oder einen Anhänger mitzieht. Hier hilft das Modell Bumm.
«Trailermatic» heisst die elektrische Weiche für die
Anhänger-beleuchtung (lieferbar ab Januar 2003). Eine andere Variante
für Anhängerbeleuchtung sind die Batterierücklichter mit
Sensor-Automatik, welche bei Fahrt und Dunkelheit automatisch
einschalten: Sie verhindern, dass die Batterien sich leeren, nur weil
das Rücklicht vergessen wurde.
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Die Vorschriften
Die
gesetzlichen Bestimmungen über die Velobeleuchtung werden in der VRV
(Verkehrsregel-Verordnung) und in der Verordnung über die technischen
Anforderungen an Strassenfahrzeuge geregelt: Ein Velo braucht eine
aktive Beleuchtung, sobald es von den übrigen Strassenbenützern sonst
nicht rechtzeitig erkannt wird (also auch in Tunnels und
Unterführungen). Das Velolicht besteht aus einem nach vorne weiss und
nach hinten rot leuchtenden, stehenden Licht. Es ist fest montiert oder
abnehmbar. Batterie-/Akku- oder Dynamo-betriebene Lichter sind möglich.
Sie müssen bei guter Witterung auf 100 Meter sichtbar sein und dürfen
nicht blenden. Blinkende (Rück-)Lichter sind nicht zugelassen.
Bei Fahrten am Tag müssen die Velos zumindest mit fest montierten
Reflektoren ausgerüstet sein, die 10 cm2 gross sein müssen: Nach vorne
weiss, nach hinten rot. Mehrspurige Velos (z.B. Dreiräder) sind auf
jeder Seite mit Reflektoren auszurüsten. Die Pedale (ausgenommen Renn-
und Sicherheitspedale) müssen nach vorne und hinten 5 cm2
Reflektorfläche aufweisen. Zusätzliche auf die Seiten wirkende
Reflektoren – etwa in den Speichen – sind erlaubt. Anhänger und
Trailerbikes brauchen bei Dunkelheit hinten ein rotes Licht. Bei Tag
sind auch hier Reflektoren erforderlich.
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1| Dynosys LightSpin
Dem
Schweizer Dynamo, der schon seit einiger Zeit von sich reden macht,
sollen nun die letzten Kinderkrankheiten ausgetrieben worden sein
(velojournal wird später in einem Test darauf zurückkommen). Der
Ein-Ausschaltmechanismus wurde überarbeitet, eine zusätzliche Laufrolle
entwickelt für volle Schlechtwettersicherheit. Dank Magnetkreis-prinzip
erreicht der LightSpin einen Superwirkungsgrad von ca. 71 Prozent
(einen noch höheren Wirkungsgrad als der Son-Nabendynamo). Dadurch
sollen beim Scheinwerfer anstelle eines 2,4-Watt-Birnchens gar solche
mit 3 oder 4 Watt eingesetzt werden können, um eine bessere
Ausleuchtung zu erreichen.
Fr. 110.–, www.dynosys-ag.ch
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2| Smart Polaris
Drei
weisse, extrem helle Leuchtdioden mit Reflektor sorgen für ordentlich
Licht bei geringem Stromverbrauch. Nicht für dunkle Waldwege, aber
ideal im urbanen Gebiet. Umschaltbar auf Blinklicht, inkl.
Lenkerhalter. Ein Frontlicht, welches den Batterieverbrauch auch für
Vielfahrer in handelbare Dimensionen bringt.
Fr. 32.–, Vertrieb: Fuchs-Movesa, 5073 Gipf-Oberfrick, www.smart-bike.com und www.veloplus.ch
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3| Scheinwerferchen
Hella,
der finnische Scheinwerferspezialist bringt ein kleines, schnuckeliges
Scheinwerferchen auf den Markt. Die Freiformflächen-Technologie soll
für eine optimale Ausleuchtung der Strasse sorgen. Besonders clever:
Die Neigungsverstellung ist von der Befestigung getrennt und kann gut
während der Fahrt vorgenommen werden.
Fr. 32.–, www.hellabike.com
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4| 12-Volt-Anlage
Schon
länger ist sie Branchengespräch, die 12-Volt-Lichtanlage von Bumm. Die
höhere Spannung sorgt für ein helleres Licht und damit für bessere
Ausleuchtung dunkler Strassen und Wege. Bumm spart nicht mit
technischen Leckerbissen: Hochentwickelter Dynamo, Lumotec mit
Freiformflächen-Technik. Ob sich der Aufwand lohnt, muss sich noch
weisen, Kritiker befürchten hohe Tretwiderstände. Ab Mitte Dezember
erhältlich.
Fr. 499.–, www.bumm.de
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5| Bumm IX-Red Senso
Ein
kompaktes Diodenrücklicht mit allem, was man sich wünscht: Zwei extrem
helle Leuchtdioden, 260 Grad Lichtaustritt, daher auch von der Seite
gut sichtbar. Sehr lange Leuchtdauer von etwa 50 Stunden,
Batteriestand-Warnung sowie die clevere Sensortechnik, die bei
Dunkelheit und Bewegung des Velos das Rücklicht automatisch einschaltet
bzw. wieder ausschaltet. Ideal für Anhänger, Trailerbikes und
Kindervelos.
Fr. 39.90, www.bumm.de
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6| Der Edelscheinwerfer
Wilfried
Schmidt, Erfinder und Hersteller des Son-Nabendynamos, beglückt die
Velowelt mit einem Edelscheinwerfer. Der E6 besticht neben der sauberen
Verarbeitung (vergossene Elektronik, effektiver Überspannungsschutz,
O-Ring-Dichtung) vor allem durch den hellen, langgezogenen klar
definierten Lichtkegel fast ohne Streulicht. Wer wirklich dunkle
Strecken fahren muss, holt damit noch mehr aus seiner Lichtanlage.
Fr. 114.50, www.nabendynamo.de
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