
Nach drei Tagen
schon halb voll
Objektleiter
Dieter Steiner hat eine Erklärung für die Rutschpanne: «Wir haben
Innenwände, Boden und aus Versehen auch die Rampe mit einem
Graffitischutz besprüht.» Zusammen mit dem Regenwasser verwandelte
dieser die Auffahrten in Rutschbahnen. «Wir werden uns aber noch heute
darum kümmern und die Rampen mit heissem Wasser von der schmierigen
Substanz befreien», verspricht Steiner. Danach werde der gerippte
Rampenbelag auch bei Regenwetter keine Schwierigkeiten bereiten. Sicher
unten angekommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man stellt sein
Velo in das gut bewachte, kostenpflichtige Parking nahe den Gleisen
oder in den 300 Meter weiter entfernten Gratisbereich. Beide Räume, sie
bieten Platz für je über 500 Velos, sind schon wenige Tage nach der
Eröffnung zur Hälfte besetzt. «Für die Anfangsphase sind wir gut
belegt», bilanziert Steiner.
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Service rund ums Zweirad mek.
Das Veloparking unter dem Basler Centralbahnplatz ist an 365 Tagen im
Jahr geöffnet und bietet Platz für rund 1100 Zweiräder. Der elf
Millionen Franken teure unterirdische Velokeller ist rund um die Uhr
bewacht. Nachts von 1–5 Uhr kann nur der kostenpflichtige Teil betreten
werden. Hier kostet ein Tagesticket einen Franken. Wochenkarten kosten
7, Monatstickets 12 und Jahreskarten 120 Franken. |
Velo
parken: «Schnell und einfach»
Wer
nichts bezahlen will und den etwas längeren Weg zu den Zügen nicht
scheut, stellt das Velo im Gratisbereich ab, der mit den gleichen
Ständern ausgerüstet ist, wie der kostenpflichtige Teil. Hier schliesst
gerade die Schülerin Meret Herzog ihr Velo ab. Sie findet es «zu
kompliziert, ein Ticket zu lösen». Sie habe einen alten
«Schrottgöppel», der nicht so schnell gestohlen werde. Ausserdem sei ja
auch dieser Bereich mit Kameras überwacht.
Erich
Fischer hingegen hat sein Zweirad für einen Franken pro Tag im
geschützten, mit Drehtüren versehenen Bereich abgestellt. Das
Veloparking funktioniert gleich wie ein Autoparking mit einem
automatischen Zutrittssystem: das Velo auf die mit Sensoren versehene
Matte schieben, auf den Knopf drücken. Das Ticket kommt aus dem
Automaten und die Schranke öffnet sich. Das Velo kann parkiert werden.
Bei der Ausfahrt wird das Billett am Kassenautomaten bar oder mit
Cash-Card bezahlt. Erich Fischer ist zum ersten Mal hier und findet das
Parking «echt luxuriös». Allerdings sollte ein Veloparking
grundsätzlich gratis sein, so der Musiklehrer. Es sei nicht gerecht,
dass sich der kostenpflichtige Teil näher bei den Gleisen befinde als
die Gratisständer, findet er.
Nicht alle sind dieser Meinung: «Wenn
ich schon zahle, dann will ich auch etwas dafür», so ein Benutzer, der
jeden Tag von Basel nach Olten pendelt und bereits eine Jahreskarte für
120 Franken erstanden hat. Früher dauerte es immer lange, bis er sein
Velo auf dem Bahnhofsplatz sicher geparkt hatte, «jetzt geht alles
schnell und einfach.»