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Gut gepumpt ist halb gefahren

Quietschende Ketten und halbplatte Reifen setzen die Funktionalität eines Velos rapide herab und dessen Lebenserwartung zu. Das muss nicht sein.

mg. Mit (zu) wenig Luft in den Reifen fährt sichs schwer. Zusätzlich steigt bei schwach gepumpten Pneus die Gefahr von Durchschlägen (so genannten Snakebites) – eine häufige Ursache für Plattfüsse. So pumpen Sie Ihr Velo richtig:

1. Optimalen Reifendruck bestimmen
Auf der Reifenflanke sind der minimale und maximale Druck meist aufgeführt. Die Werte sind in PSI oder Bar angegeben (1PSI = 0,069Bar; 1 Bar = 14,493PSI). Der niedrigere Druck empfiehlt sich für Komfortsuchende, wer gerne schnell fährt und/oder «Snakebites» vermeiden möchte, richtet sich nach dem Maximaldruck.

2. Passende Pumpe für das Ventil
Bei den Velos existieren im Wesentlichen drei verschiedene Ventiltypen: das Sclaverandventil (auch Presta-, Renn- oder französisches Ventil genannt), das Schrader- oder Autoventil und das Blitz- oder Dunlopventil. Leider passen nicht alle Pumpen von vornherein auf alle Ventile. Zum Teil können die Pumpenköpfe umgebaut werden (Einsatz drehen). Im Fachhandel sind passende Adapter erhältlich.

3. Ventildeckel entfernen
Beim Sclaverandventil die Ventilmutter im Gegenuhrzeigersinn leicht lösen.

4. Pumpen
Dazu Pumpenkopf übers Ventil stecken (je nach Modell lässt sich der Pumpenkopf zusätzlich arretieren). Den Reifen mit dem zuvor bestimmten Druck aufpumpen. Wer kein Manometer besitzt um den Druck abzulesen, dem hilft folgende Faustregel: Die dünnen Rennvelopneus ganz prall pumpen, so dass man den Daumen nicht mehr in den Pneu drücken kann. Bei etwas dickeren Pneus, soll man den Daumen einige Millimeter eindrücken können. Tendenziell etwas mehr Druck geben. Übrigens, an den meisten Tankstellen stehen Manometer zur Verfügung.

5. Ventildeckel wieder aufschrauben
Beim Sclaverandventil vorher Ventilmutter leicht anziehen.

Tipp:

Kein Veloschlauch ist hundertprozentig dicht. Deshalb muss in der Regel fünf bis sechs Mal im Jahr nachgepumpt werden. Wer dies tut, fährt leichter, schneller und hat weniger Pannen.

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