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Fragen
an Thomas Lösch Was sollte Ihrer Meinung nach am muskelbetriebenen Zweirad noch verbessert werden? Der Antrieb, die Bremsen, der Komfort, die Sicherheit, und es sollte noch mehr Freude machen als jetzt schon. Welches sind Ihre geschäftlichen Ziele für das laufende Jahr? Das habe ich mir noch nicht überlegt. Ich bin aber zufrieden, wenn ich hier bleiben kann. Und Ihre privaten Ziele? Die gleichen. Was bezwecken Sie mit Ihrem Web-Auftritt? Ich möchte darauf hinweisen, dass es bessere Velos gibt, als man im Allgemeinen meint. Und ich versuche, die Leute ins «velowerk» zu locken. |
Velo gegen das ökologische Schlamassel
Heute,
mehr als zwanzig Jahre später an der Fischhäusertrasse 18a in
Schaffhausen, lebt Lösch seine Philosophie vor. Beim Nordeingang zu
seinem Fachgeschäft steht ein Lorri-Transportvelo. Damit beweist er
fahrend, dass diese Vehikel auch benutzbar sind: «Mir geht es nicht nur
ums Velo an sich. Mit dem Fahrrad sehe ich auch eine Möglichkeit, aus
dem ökologischen Schlamassel herauszukommen».
Thomas Lösch beweist
auch, dass er ein ausgezeichneter Fachmann ist. Seine
«velowerk»-Methode der Velo-Pflegevorsorge wird leider selten gesehen.
Auf Wunsch wird für jedes Lager ein Schmiernippel angebracht. Dazu muss
Lösch an den zum Teil teuren Teilen den Bohrer ansetzen. Doch keine
Angst, dieser Mann hat Erfahrung, und es lohnt sich. Ein solches
Fahrrad kann in Zukunft auch mit dem Hochdruckreiniger gepflegt werden,
was man sonst auf keinen Fall tun sollte. Nach dem Waschdurchgang muss
nur noch mittels Fettpresse das eingedrungene Wasser herausgedrückt
werden – und schon läuft jedes Lager wieder.
Der Lebensweg von Thomas Lösch scheint vorbestimmt gewesen zu sein. Als
Student der Germanistik und Philosophie arbeitete er an seinem
geistigen Vorwärtskommen. Heute arbeiten seine Hände und sein Verstand
am raffiniertesten, faszinierendsten und sinnvollsten aller
Fortbewegungsmittel – dem Fahrrad. Er setzt sich dafür ein, dass es
noch besser, bequemer und überzeugender wird. «Ich möchte die Leute
nicht bekehren, meine Methode ist eher die Verführung».
http://www.velowerk.ch/