Test

Die richtige Sattelposition verleiht Flügel

Wer seine Muskelkraft möglichst effizient einsetzen will, achtet auf eine optimale Positionierung des Sattels. Das braucht manchmal etwas Geduld, ein paar Probefahrten – und einen Schraubenschlüssel. Die richtige Sattelhöhe aber lohnt sich.

Am einfachsten ermittelt man die Sattelhöhe so: Man setzt sich aufs Velo und richtet die Kurbeln in Flucht zum Sitzrohr aus. Wenn in dieser Position die Ferse bei durchgestrecktem Bein das untere Pedal gerade noch berühren kann, ist die Sattelhöhe optimal (Bild 1). Oft braucht es einige Anläufe, um die richtige Höhe zu treffen. Im Fahrbetrieb, mit den Fussballen auf den Pedalen, ist dann das Bein gerade nicht ganz durchgestreckt.
Die Sattelhöhe kann auch mit folgender Formel ermittelt werden: Schrittlänge x 0,885 = Sattelhöhe. Die Schrittlänge entspricht der Innenbeinlänge, gemessen vom Boden bis zum Schritt. Am einfachsten misst man sie mit Hilfe eines Buches an einer Wand (Bild 2). Die errechnete Sattelhöhe definiert die Distanz von Mitte Tretlager bis Oberkante Sattel.

Höhe ist kein absolutes Muss
Betrachten Sie die Sattelhöhe aber nicht als absolutes Mass. Wers beim Ab- und Aufsteigen lieber etwas bequemer hat, kann den Sattel etwas tiefer stellen. FahrerInnen mit Knieschmerzen ist oft mit einer etwas höheren (ca. 10 bis 15 mm) Sattelstellung geholfen. Als Grundeinstellung empfiehlt sich eine waagrechte Position (Bild 3). Manche fühlen sich wohler mit leicht nach vorne geneigtem, andere wiederum mit nach hinten geneigtem Sattel. Auch hier gilt: Probieren geht über studieren.

Sattelposition
Wers genau haben will, ermittelt nun noch die korrekte Sattelposition: Schieben Sie den Sattel so weit vor oder zurück, bis ein durch die Kniegelenksmitte gefälltes Lot auf die Pedalachse trifft, und das bei waagrecht gehaltener Kurbel. Die Kniegelenksmitte befindet sich ca. 6 cm hinter der Spitze des Knies (Bild 4).

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