Schwerpunkt

1200 Mietvelos für Expo-Touren

Die Expo.02 legt grossen Wert auf ökologische Transporte von Arteplage zu Arteplage. An den Bike-Stationen und den Bahnhöfen der Region werden mehr als 1200 Mietvelos bereitstehen – obs reichen wird, wenn der Ansturm losbricht?

Mit Muskelkraft soll sich ein Teil der Besucherinnen und Besucher der Expo.02 von Arteplage zu Arteplage bewegen. Und viele werden sich einige Tage reservieren, um die Ausstellungen auf den vier Plattformen im Bieler-, Murten- und Neuenburgersee anzuschauen und dazwischen mit dem Piratenschiff des Kantons Jura herumfahren. Die Umfragen ergaben, dass 10 bis 15 Prozent dieser Mehrtages-BesucherInnen in der Exporegion mit dem Velo unterwegs sein wollen. Auf diesen Anteil und an den vorhandenen Übernachtungsmöglichkeiten in der Region hat die Expo ihr – vom Velobüro Olten ausgearbeitetes – Projekt ausgerichtet: An den Expo-eigenen Bike Stationen unmittelbar an den Eingängen zu den Arteplages und beim Tipi-Dorf in Ins werden insgesamt 800 Canyon-Velos bereitstehen, dazu 55 Liegevelos, je 50 Kinderanhänger und Kinder-Windschattenvelos, dazu 250 Paar Inlineskates.

Keine Konkurrenz
Damit nicht genug: Das Privatunternehmen Rent a Bike, das an den Bahnhöfen Velos vermietet, hat ihre Flotte von BMC-Rädern in der Expo-Region um rund fünfzig Prozent erhöht: Total 430 Velos stehen an neun Bahnhöfen bereit. In Avenches, Biel, Estavayer, Ins, Kerzers, Murten, Neuchâtel, Teufelen und Yverdon. «Und wenn der Ansturm zu gross wird, können wir rasch aus unseren Pools in Kerzers und Aarau noch weitere Fahrräder in die Region bringen», so Rent-a- Bike-Geschäftsführer Stefan Maissen. Am besten ausgestattet ist der Bahnhof Biel mit 95 Velos. Die Zahl der Fahrräder ist allerdings durch den vorhandenen Platz begrenzt, den Rent a Bike zusammen mit dem Verantwortlichen der SBB, Erich Scheidegger, ermittelt hat.
Die beiden Mietangebote an den Arteplages und an den Bahnhöfen sollen sich ergänzen und nicht konkurrenzieren. Die Velos kosten an beiden Orten gleich viel. Die Reservation erfolgt allerdings getrennt, und die Transportlogistik wird (mindestens vorerst) noch von beiden Organisationen separat bewältigt. Rent a Bike schickt die Velos aber während der Expo nicht wie sonst üblich per Bahn an den Ausgangsstandort zurück, sondern liess sich zwei spezielle Autoanhänger bauen, die je fünfzig Velos laden können. Rent a Bike bietet damit über die Reiseorganisation RailAway auch Gruppen ab zehn Personen einen neuen «Hauslieferdienst» an: Velos werden, wenn gewünscht, vor ein Schulhaus gebracht – oder auf eine Passhöhe.
Um den erwarteten Ansturm zu bewältigen, setzt Rent a Bike hinter den Kulissen zusätzliches eigenes Personal für die Logistik, für Service und Reparaturen ein. Die Veloausgabe erfolgt aber wie üblich durch SBB-Personal. Die Bike-Stationen der Expo werden vom Bieler Patrik Mathys organisiert und betrieben (vgl. «Veloverleih mit Köpfchen», vj 1/2.2002)

Was es kostet:

Am Bahnhof:
1&Mac218;2 Tag Fr. 21.– (Fr. 16.– mit Halbtax)
1 Tag Fr. 27.– (Fr. 21.– mit Halbtax)
Mit SBB-Juniorkarte Kinder gratis
Gruppen- und Schulrabatte 10–50%.
Gruppenreisen via RailAway buchen
(www.railaway.ch)

An den Expo-Bikestationen
1 Tag 25.– / MTB 37.–
(Gruppen- und Schulklassen-Ermässigungen)
(www.bikestation.ch)

Reservationen:
Bike Station Expo.02
www.bikestation.ch, Tel. 032 333 25 25;
Gruppen Tel. 0901 02 02 02 (–.70/Min)
Rent a Bike an den Bahnhöfen
Und via www.rentabike.ch

 

 

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