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Ketten schmieren – leicht gemacht

Velojournal startet mit einer Serie von Gebrauchsanweisungen und erklärt Ihnen – frei nach den Computerhandbüchern – «Velopflege für Dummies». Heute: Die Kette.
  Die Velokette ist wohl der malträtierteste und zugleich am meisten vernachlässigte Teil am Fahrrad. Damit ein so wichtiger Veloteil weder quietscht noch ächzt noch rostig wird, muss die Kette regelmässig gepflegt werden. Faszinierend, dass der Kettenantrieb am Velo einen Wirkungsgrad von ca. 98 Prozent hat. Das heisst: Wenn Sie in die Pedale treten, wird diese Kraft fast vollständig in Vortrieb umgesetzt, lediglich ca. 2 Prozent gehen verloren. Das gilt aber nur für eine saubere und richtig geschmierte Kette, die so auch weniger schnell verschleisst. Ansonsten gilt Gleiches wie beim Zähneputzen: Je öfter und regelmässiger, desto besser (abhängig von Witterung und Terrain). Die Marke der Zahnpasta spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Unser Testteam schwört auf das Bikeöl der Schweizer Firma Neoval.

 

  1. Die Kette mit einem trockenen Lappen reinigen. Bei sehr starker Verschmutzung das Putztuch mit Petrol tränken. Von Kettenreinigungsgeräten, Chemie und dem Hochdruckreiniger ist Abstand zu nehmen, weil die Kette dadurch an unzugänglichen Stellen entfettet wird.
  2. Die saubere Kette ölen. Den unteren Kettenstrang zwischen den Kettenlaschen mit Öl beträufeln. Sprays haben sich nicht bewährt, da zu viel Öl daneben geht und eingeölte Kettenblätter nicht erwünscht sind, sie ziehen den Dreck magisch an.
  3. Anschliessend Kette mit sauberem Lappen umfassen und überschüssiges Öl gründlich abwischen. (Falls möglich Velo für einige Zeit oder über Nacht stehen lassen. So kann das Öl besser einziehen.)
    Eine gut gepflegte Kette ist sauber und aussen nicht ölig. Jetzt können Sie den sagenhaften Wirkungsgrad ihres Antriebes voll geniessen.
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