1 | BMC Voyager
Stadt-Silberpfeil
lvr. Dieses Jahr hat BMC mit den Streamer-Modellen einen ersten Schritt
Richtung vollständig ausgestattetem Alltagsrad gewagt. Mit dem Modell
«Voyager» stossen die Grenchener 2002 ins Segment der gemütlichen
Stadträder vor. Das Damenmodell glänzt mit einem sehr tiefen Durchstieg
und gelungenem Design. Zudem ist es voll auf dem aktuellen Stand der
Citybike-Technik: Neben der auch im Stand funktionierenden Schaltung
und dem Nabendynamo aus Shimanos Nexus-Gruppe ist vor allem die
sensorgesteuerte Lichtanlage von Busch & Müller erwähnenswert. Die
farblich passenden SKS-Schutzbleche und ein Pletscher-Gepäckträger
runden das positive Bild ab.
Info: BMC 032 652 04 84
2 | Giant Sierra
Nevada:
Vollgefedert und mit Discbrake
ReiseradlerInnen denken oft an den möglichen Notfall, in welchem sie
dann keine Werkstatt im Umkreis von 20 Kilometern finden. Das hat zu
genereller Skepsis gegenüber Innovationen geführt. Umso provokativer
muten
da die vollgefederten Reiseräder von Giant an.
Scheibenbremsen und Vollfederung: Das ist der Stand der Technik im
Gelände. Geht es nach Giant, soll dies künftig auch auf gemütlicheren
Reisen gelten. Für Scheibenbremsen spricht die kaum nötige Wartung und
vor allem der geringe Verschleiss. Sie schonen zudem die Felgen. Und
Scheibenbremsen liefern auch mit voller Zuladung bei jeder Witterung
verlässliche Bremswege. Vorne wie hinten gehören die Gepäckträger zur
gefederten Masse, was für ein feines Ansprechverhalten der Federsysteme
sorgt. Überzeugt hat die Befestigung des Lowriders: Er ist direkt mit
der verstärkten Krone der RST-Federgabel verschraubt. Dass trotz dieser
geballten Ladung Technik und einer überkompletten Ausstattung
(inklusive Klingel mit integriertem Kompass) Gewicht und Preise
anständig bleiben, rundet den sehr guten Eindruck ab.
Preise: Giant Sierra Nevada Fr 2498.-, Giant Expedition
3198.-
Info: Komenda, Telefon 071 277 63 44, www.giant-bicycle.com
3 | Cresta Alpha Di2
Blick in die Zukunft
Die ersten Di2-Prototypen von Shimano sorgten für Verwirrung: Ein
Alltagsvelo mit elektronischer Schaltautomatik und Federbeinen, die
ihre Härte an die Geschwindigkeit anpassen? Als erster Schweizer
Hersteller hat Cresta einen Vollfeder-Rahmen speziell für die
Di2-Gruppe entwickelt. Der Alurahmen des Spitzenmodells Alpha, in
Kooperation mit Futec entwickelt, erhält einige Modifikationen. Günstig
wird das Rad auf keinen Fall, aber das war auch nie ein Ziel:
Schliesslich will Shimano mit den vorläufig nur in limitierter
Stückzahl hergestellten Di2-Komponenten eine Klientel ansprechen, für
die Preise von 3500 Franken und mehr kein Hindernis sind.
Info für Shimano: CBS SA 021 641 63 30, für Cresta: Komenda
071 277 63 44
4 | Dahon Falt-MTB
ZeroG
Klappbar – fürs Gelände
Stichwort «Faltrad». Da denken die meisten an Hersteller wie Brompton.
Dabei übertrumpft der taiwanesische Produzent Dahon alle Mitbewerber in
Sachen Stückzahlen und Vielfalt der Palette: Die reicht vom Campingrad
mit 20-Zoll-Rädern bis zu «echten» Mountainbikes. Dahon-Räder teilen
sich den genial simplen Faltmechanismus. Mit nur einem Handgriff lässt
sich der Hauptrahmen innert Sekunden zusammen klappen.
Das «ZeroG Super» weiss schon vor der Testfahrt zu gefallen: Die
Ausstattung ist durchs Band hochwertig und sorgt für ein tiefes
Gesamtgewicht. Im Gelände erweist sich der Rahmen als ausreichend
steif, auch im Wiegetritt oder in schnellen Kurven kommen keine unguten
Gefühle auf. Grenzen setzen auf dem «ZeroG» allenfalls die etwas
aufrechte, dafür komfortable Sitzposition – und die Tatsache, dass das
Rad keinerlei Gewinde zur Montage eines Flaschenhalters bietet.
Dennoch: Gäbe es so etwas wie einen Packmass-zu-Spass-Faktor, das
«ZeroG» läge ganz weit vorne: Ein Geheimtipp für Leute, die viel auf
Achse sind und trotzdem ein geländegängiges Rad zur Hand haben wollen.
Preis: ZeroG Super Fr. 1’775.-, ZeroG Black Storm 1’425.-,
ZeroG Storm 995.-
Info: XtraMobil AG, Telefon 01 867 15 25; www.xtramobil.ch