Schwerpunkt
In die Stadt – ohne mein Auto
Der 22. September – diesmal ein Samstag – ist zum European Car Free Day geworden. Vor allem in Italien und Frankreich ist die Beteiligung gross. Immer mehr Schweizer Städte machen mit, und die Aktionen werden immer grossflächiger. Mehr Details finden Sie in den Regionalteilen der Printausgabe.
Der diesjährige Aktionstag «In die Stadt –
ohne mein Auto», der jeweils am 22. September und europaweit zum
vierten Mal durchgeführt wird, wird zur eigentlichen Nagelprobe. Wie
werden die samstäglichen ShopperInnen auf die gesperrten Innenstädte
reagieren?
In Zürich soll am Aktionstag ein Hauch von «Italianità» durch die
Strassen wehen. Die bekannte Einkaufsmeile Rennweg, aber auch Teile der
Limmat- und der Löwenstrasse sowie des Mythenquais werden für den
motorisierten Individualverkehr gesperrt sein. Auf dem Helvetiaplatz
wird ein Street-Soccer-Turnier stattfinden, die Dufourstrasse wird zum
Herbstmarkt. Eine Aktion der besonderen Art: Mit einem Stück Rollrasen
unter dem Arm lässt sich die autolose Umgebung am Zähringerplatz neu
entdecken. Mit Start um 15.30 vor dem Stadthaus findet eine geführte
Tour für Inlineskater, Kickboarder, Velofahrerinnen usw. statt.
In Basel, wo schon letztes Jahr mit grossem Erfolg die ganze Innenstadt
gesperrt war, wird die Aktion wiederholt. Das Motto diesmal:
«Useschtuehle». In Bern beschränkte man sich letztes Jahr noch auf die
Sperrung weniger, eher unkritischer, Verkehrspunkte. Jetzt wird die
gesamte Innenstadt vom Bahnhof bis zum Bärengraben verkehrsfrei sein.
Auch in den Agglomerationsgemeinden werden Aktionen durchgeführt, um zu
unterstreichen, dass die Verkehrsprobleme eng mit dem Umland verknüpft
sind.
Neu finden dieses Jahr auch in Luzern und St. Gallen Aktionen statt. In
Luzern wird das Gebiet zwischen Bahnhof- und Pilatusstrasse südlich der
Reuss für den motorisierten Verkehr gesperrt sein. In der Romandie sind
Genf und Lausanne unbestritten Vorreiter in Sachen 22. September. Schon
1999 machten die beiden grossen Westschweizer Städte mit. In der Genfer
Innenstadt werden auch dieses Jahr mehrere stark befahrene Strassen
gesperrt. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wird wiederum
kostenlos sein, und die Genfer Vorstädte und Agglomerationsgemeinden
Carouge, Lancy, Meyrin, Thonex und Vernier machen ebenfalls mit.
weitere Infos unter:www.multimobil.ch