Carsharing ist das Beste für den
öV
Der
Planer Peter Muheim konnte detaillierte Zahlen zum Carsharing (CS)
vorlegen. Die BenutzerInnen setzen viel stärker auf die Angebote des
Umweltverbundes (öV, Velo, zu Fuss). Wer mit dem Beitritt zu Mobility
gar das eigene Auto verkauft, reduziert seine Automobilität von
durchschnittlich 9’300 auf 2’600 km im Jahr. Statt dessen benutzen die
«UmsteigerInnen» für die Hälfte ihrer Fahrten den öV und für 20 Prozent
das Velo. Am meisten profitiert demnach der öV: 1997 erwarben die
damals rund 20’000 Mobility-KundInnen für jährlich 32,2 Mio. Franken
Abonnemente, für 2,6 Mio. mehr als vor ihrem Beitritt. Wer als
CS-BenutzerIn ohne eigenes Auto auskommt, steigt meist auf ein GA um
und steigert die öV-Auslagen gar um 80 Prozent. Eine Studie zeigt ein
Umsteigepotenzial von über 600’000 Personen und jährliche Abos im Wert
von 725 Mio. Wenig überraschend ist, dass Muheim zum Schluss kommt,
CarSharing sei «das Beste, was dem öffentlichen Verkehr passieren
konnte».
Servicezentren für HPM
Last
but not least erläuterte Daniel Leupi, stellvertretender Projektleiter
von Veloland Schweiz, die Vernetzung mit der touristischen
Infrastruktur. Neben Veloland, den nationalen Routen und dem im Aufbau
begriffenen Skatingnetz soll ein eng verzahntes Servicenetz entstehen
und von den geplanten «Mobilstationen» profitieren. Mit dem HPM-Projekt
der Expo.02 wird die Idee ihre erste Feuerprobe zu bestehen haben.
Kam das Thema Velo im Vortragsteil etwas zu kurz, bekam man beim
anschliessenden Rundgang durch die Velo-Infrastruktur in Luzern einen
ganz anderen Eindruck. Neben den kontinuierlichen Fortschritten im
Routennetz besticht v.a. das komfortable Abstellangebot rund um den
Bahnhof, auch wenn die Velostation noch nicht so ausgelastet ist, wie
sie sein könnte.