Neuheiten
Cresta Gamma und Schrades Smoby
Zwei neue Alltags-Velomodelle mit tiefem Einstieg sind lanciert. Cresta bringt das Modell «Gamma» und das Therwiler Velohaus Schrade das «Smoby» auf den Markt – beide sind zu moderaten Preisen zu haben.
Über Sinn und Unsinn von vollgefederten Citybikes
lässt sich streiten, denn ob mit oder ohne Suspension, beide Lösungen
haben ihre Vor- und Nachteile. Als Vertreter der Fullsuspension-Gilde
konnte velojournal das Modell Gamma des Schweizer Fahrradproduzenten
Cresta testen. Dabei kam der wichtigste Vorteil eines vollgefederten
Fahrrades klar zum Vorschein: Der rückenschondende Komfort ist nur mit
einer Full-Suspension-Konstruktion in dieser Qualität zu erreichen.
Andererseits wird das Rad im Steuerverhalten dadurch ein wenig träge.
Wer gerne «spritziger» unterwegs ist und einen etwas aggressiven
Fahrstil bevorzugt, ist mit einem Hardtail-Rad besser bedient.
Wie
die Rahmengeometrie des Gamma-Modells unschwer erkennen lässt, ist
dieses Modell aus Aluminium mit dem niedrigen Einstieg ohnehin für
AlltagsvelofahrerInnen konzipiert worden, die auf Fahrkomfort und
Sicherheit abzielen. Die Auswahl der Komponenten ist gelungen. Die
Shimano-Schaltung Nexave 21-Gang oder Nexus 7-Gang sind einfach zu
bedienen und die Rollennabenbremsen funktionierten tadellos. Sehr gut
ist die mit Nabendynamo angetriebene Lichtanlage von Lumotec mit
Sensortechnik: Fährt man in einen Tunnel oder dämmert es&Mac226;
schaltet der Dynamo automatisch ein. Ein weiteres, nicht unwichtiges
Plus: der Multipositionslenker verhilft zu ermüdungsfreiem Fahren.
Kurzum: Cresta präsentiert ein weiteres gut ausgerüstetes Modell zu
einem sehr moderaten Preis von 1’698 Franken. Einziger Schwachpunkt:
Mit 18,1 kg ist das Gamma kein Leichtgewicht.
Komenda AG, 9014 St. Gallen
Tel: 071 277 63 44, Turn on JavaScript!
Smoby:
Know-how aus der Nordwestschweiz
Der
Rahmen des Smoby aus schwungvoll gebogenen Alu-Rohren erinnert nicht
umsonst an das Futec Panterra. Das Therwiler Velohaus Schrade hat mit
den Baselbieter Hightech-Tüftlern von Futec ein Alltagsvelo mit einem
eigens entworfenen Rahmen entwickelt. Die robuste und leichte Bauweise
mit Detail-Verstärkungen lassen auf Erfahrungen aus dem Futec-Prüfstand
schliessen. Das Velo mit tiefem Tretlager ist dank aufwändiger
Verstärkungen leicht (14,6 kg komplett mit Lichtausrüstung) und steif,
trotz tiefem Durchstieg. Die Komponenten fallen wegen des teuren
Rahmens einfacher aus als bei manch gleich teuren Velos, sie sind aber
sinnvoll und robust. Mit der 8-Gang-Kettenschaltung stösst man an
längeren Steigungen an Grenzen, die Lichtanlage mit Standlicht vorn und
hinten und der Shimano-Nabendynamo werden über einen Schalter ein- und
ausgeschaltet. Die Schutzbleche der City-Version sind aus Metall, alle
Kabel verlaufen im vorderen Rahmenrohr. Die 26-Zoll-Räder rollen auf
hochwertigen Nokian Reifen, gebremst wird mit wirksamen Avid-V-Bremsen.
Ein Velo für KennerInnen, die sich ein Zweirad mit Schweizer Know-how
und Stadtausrüstung ab Fr. 1’880.– leisten. Dafür sind
Erweiterungsmöglichkeiten mit einem Klick-Fix Frontkorb und hinterer
Scheibenbremse inklusive. Die Fun-Version mit Steckschutzblechen, ohne
Licht und Träger gibts ab 1’650 Franken.
www.smoby.ch