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Mustersituationen
wie in Münster und Nordrhein-Westfalen können nicht darüber
hinwegtäuschen, dass unser nördliches Nachbarland in Sachen
Veloförderung einiges Potenzial aufweist. Immerhin darf sich die
Bundesrepublik nun rühmen, das Thema auf höchster Ebene an die Hand
genommen zu haben. Ende Januar führte der Verkehrs-Ausschuss des
Bundestages ein öffentliches Hearing mit Experten aus dem In- und
Ausland durch. Der Geschäftsführer der IG Velo Schweiz durfte bei
dieser Gelegenheit über den aktuellen Stand in der Schweiz berichten.
Auf besonderes Interesse stiessen «Veloland Schweiz» als umfassendes
und gefragtes Serviceangebot, das über die einheitliche Beschilderung
von Radrouten hinausgeht, und die Aktivitäten der Schweiz im Rahmen
der
Gesundheitsförderung. |
| Flanierzonen vor dem Durchbruch |
| fb.
Die Flanierzone nach Burgdorfer Vorbild mit Fussgängervortritt und
Tempo 20 für alle Verkehrsteilnehmenden ist kurz vor dem
schweizweiten
Durchbruch. An einer Tagung in Burgdorf wurde das Interesse an der
neuen Mischverkehrs-Zone, die in einem Jahr in die
Signalisationsverordnung des Bundes aufgenommen wird, vor mehr als
100
GemeindevertreterInnen aus der ganzen Schweiz eindrücklich
demonstriert. Burgdorfer Gewerbe, Stadtbauamt und Polizei priesen
einhellig die Vorteile dieser "Begegnungszone", wie sie im Gesetz
vermutlich heissen wird. Auch von Seiten des Bundes sind die Zweifel
am
Funktionieren des Mischverkehrs in Ortszentren offenbar ausgeräumt.
Die
Flanierzone vereinige die Forderungen von Gewerbe, zu Fuss Gehenden,
Velofahrenden und AutomobilistInnen optimal, war der einhellige
Tenor.
Den FussgängerInnen würden zwar viele Freiheiten zugestanden, andere
Verkehrsteilnehmende aber nicht wie in «reinen» Fussgängerzonen
ausgeschlossen. Weitere Infos unter: www.modelcity.ch |