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Börsen-Tipps für Schnäppchenjäger

Wie finden KäuferInnen an den Velobörsen ihr Schnäppchen, wie vermeiden sie faule Eier? velojournal erklärt, wie Sie in zwei Minuten ein brauchbares Occasionsrad finden – und das gesparte Geld (und mehr) nicht später wieder beim Velomechaniker ausgeben müssen.
1 | Lenker halten, beide Bremsgriffe ziehen, das Velo vorwärts-rückwärts bewegen: Greifen die Bremsen? Nur Vorderbremse ziehen, Lenker vorwärts-rückwärts und seitlich ruckeln: Haben Lenkachse (Steuersatz) und der Lenker Spiel? Lenker drehen: Bewegt er sich frei, oder ist ein Einrasten spürbar? (Spiel im Steuersatz ist auch beim Rucken am Übergang zwischen Rahmen und Gabel spürbar). Dynamo und Licht (vorne und hinten) checken, Sichtprüfung der Kabel auf blanke und rostige Stellen oder schlecht verbundene Kontakte. Sind Reflektoren vorhanden? 
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2 | Bremsen ziehen, lösen, ziehen: Bewegen sich die Bremsen frei, klemmt oder harzt es in den Kabelzügen? Hüllen und Kabel auf Knicke, blanke Stellen und Rost prüfen. Sind die Beläge abgefahren? Schaltung: Gänge hoch und runter schalten. Gibt es starken Widerstand, positioniert sich die Schaltung ohne zu springen? Hüllen und Kabel auf Knicke, blanke Stellen und Rost prüfen. Bewegen sich die Schalthebel und -griffe leicht? Pedale drehen, beide Pedale halten und ruckartig seitlich bewegen: Sind die Pedalachsen ausgeleiert, hat das Tretlager Spiel? 
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3 | Passen Ihnen Lenker, Schaltung und Bremsen? Stimmt der Abstand zwischen Lenker und Sattel? Ist der Sattel im gewünschten Bereich verstellbar, ist die Sattelstütze nicht zu weit herausgezogen – eine Handbreit muss sie im Rahmen überlappen. Lässt sich die Sattelstütze bewegen und festziehen? 


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4 | Räder drehen: Laufen sie rund? Haben sie Höhen- oder Seitenschlag, verbeulte oder verbogene Felgen? Reifen: Sind sie abgefahren, rissig, hängen Fäden heraus? Drehen die Räder leicht oder schleifen die Bremsen und «mahlen» die Radlager? Räder oben fassen und seitlich ruckeln: Haben die Radlager (Naben) Spiel? Speichen rundherum auf Spannung prüfen: Ist die Spannung gleichmässig? Wie klingen die Speichen beim Zupfen mit dem Fingernagel? «Plang» ist gut gespannt, «Plong» oder gar «Plung» zu wenig. Hinten muss die Spannung auf der Kettenseite höher sein als links. 
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Jetzt liegt es an Ihnen zu beurteilen, ob der Reparaturaufwand im Rahmen ist und ob das Velo den Kaufpreis wert ist. Vielleicht besteht auch ein Verhandlungsspielraum: Fragen Sie die Börsen-BetreuerInnen!
Broschüre «Velokauf – Darauf kommt es an!»
(für Neuvelos),
Stiftung für Konsumentenschutz / IG Velo Schweiz,
40 Seiten, Fr. 5.– zuzüglich Porto.

Zu beziehen bei: IG Velo Schweiz, Postfach 6711, 3001 Bern.

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