Schwerpunkt
Zufriedenheit herrscht
Eine sportlich aktive und gut situierte Leserschaft im besten Alter ist mit dem velojournal grossmehrheitlich zufrieden. Dies ergab die grosse Umfrage vom Sommer. Dennoch gibt es Verbesserungspotenzial.
Die über 850 Fragebogen, die per E-Mail und Post in die Redaktion flatterten, übertrafen alle Erwartungen. Glatte 95 Prozent der Leserinnen und Leser von velojournal finden die Zeitschrift gut oder gar ausgezeichnet. Und offenbar lesen sie das Magazin rege: Fast ein Drittel nimmt jede Ausgabe mehrmals zur Hand, 28 Prozent lesen die meisten oder alle Artikel.
Auch die Inserate werden wahrgenommen: 42 Prozent der Lesenden beachten diese immer oder zumindest regelmässig, mehr als bei der letzten Umfrage vor sechs Jahren. Neben den Abonnenten liest in 85 Prozent der Haushalte mindestens eine zusätzliche Person das Heft. So erreicht die Zeitschrift einen Kreis, der weit über die Druckauflage hinausreicht.
Die HitparadeAn der Spitze der Beliebtheitsskala der Inhalte rangieren einmal mehr und unangefochten die Reiseberichte, die knapp 80 Prozent der Lesenden als «ausgezeichnet» bewerten. Dies sind noch einmal 10 Prozent mehr als in der letzten Umfrage. Grösste «Aufsteiger» sind die News, welche mit 70 Prozent auf Platz zwei folgen und damit die Beliebtheit in den letzten sechs Jahren fast verdoppelten. Schwerpunkt, Test und Technik, Marktnews und Titelblatt gefallen jeweils ungefähr zwei Dritteln der Leserschaft sehr gut. Auf den hinteren Plätzen landeten der Cartoon und der Internet-Auftritt von velojournal. Dass im Netz noch Entwicklungspotenzial besteht, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass 37 Prozent der Teilnehmenden die entsprechende Frage gar nicht erst beantworteten. Dies lässt darauf schliessen, dass viele Leserinnen und Leser sich des Webauftritts von velojournal nicht oder zu wenig bewusst sind. Ein knappes Viertel spricht sich denn auch für eine stärkere Verknüpfung von Print- und Online-Ausgabe aus. Diesen Wünschen trägt velojournal mit dem kürzlich getätigten Relaunch der Website Rechnung.
Weiterentwicklung des HeftesDie Wünsche der Leserschaft in Bezug auf die Weiterentwicklung des Hefts lassen sich wie folgt zusammenfassen: weiter so in der Form, mit leicht veränderten inhaltlichen Schwerpunkten. Mehr als die Hälfte ist für eine Stärkung von verkehrs- und velopolitischen Themen sowie für einen verstärkten Fokus auf den öffentlichen Verkehr. Für 61 Prozent ist das Thema Velotransport im öffentlichen Verkehr sehr wichtig. Eine grosse Minderheit wünscht sich zudem mehr Reiseberichte, mehr Tests, Marktneuheiten und News. In den Kommentaren findet sich zudem das weitverbreitete Anliegen, mehr praktische Tipps ins Heft aufzunehmen. So fordern ein Leser, der zu den gut zwei Dritteln gehört, und viele ähnliche Kommentare, «Tourenvorschläge für Normalsportler» in der Schweiz oder dem nahen Ausland. Publizistisch ergeben sich daraus interessante neue Perspektiven: Mehr als die Hälfte der Befragten würde über das velojournal Karten und Bücher kaufen.
Verschiedene Gesichter der LeserschaftDie LeserInnen von velojournal sind alles andere als «couch potatoes» – das Velo ist wichtiger Teil ihres Lebens. 70 Prozent fahren damit regelmässig zur Arbeit, 65 Prozent benutzen es in der Freizeit unter der Woche, und 64 Prozent gehen damit einkaufen. Diese Werte sind höher als noch vor sechs Jahren. Die vermehrte Nutzung des Fahrrads geht einher mit dem leicht sinkenden Anteil jener Lesenden, die ein GA oder ein Halbtaxabo besitzen. Das sind allerdings – trotz leicht sinkender Tendenzen – immer noch beeindruckende 90 Prozent. Frappant ist auch die Zunahme der Anzahl Velos gegenüber 2003: Über 70 Prozent der Haushalte besitzen mehr als drei Velos, verglichen mit 58 Prozent in der letzten Umfrage. In dieses Bild passt die Tatsache, dass die Leserschaft heute deutlich besser situiert ist: Ein knappes Drittel der Haushalte verdient mehr als 8000 Franken pro Monat. 2003 machte dieses Segment erst 23 Prozent aus.
Wenig geändert hat sich daran, dass die Leserschaft vorwiegend aus männlichen Pro-Velo-Mitgliedern besteht. Einzelne wünschen sich denn auch, dass das Thema «Velo und Frau» im Heft eine stärkere Stellung einnimmt. Schliesslich ist zu beobachten, dass die sehr treue Leserschaft im Gleichschritt mit dem Heft älter wird. Der Anteil der über 55-Jährigen ist von einem Fünftel auf einen Viertel gestiegen. Die Mehrheit der Lesenden ist zwischen 36 und 55 Jahre alt.
Und wie steht es um die Kosten? Zwei Drittel der Mitglieder von Pro Velo finden es gut, dass velojournal in ihrem Mitgliederbeitrag inbegriffen ist. Immerhin 18 Prozent würden für das Heft auch einen höheren Beitrag akzeptieren. Unter den 10 Prozent, die nur velojournal abonniert haben, sind zwei Drittel bereit, mehr für das Abo zu bezahlen. Die Redaktion sieht dies als Zeichen für die Wertschätzung ihrer Arbeit.
Gewinnerin
Sarah Reinhard aus Neuenkirch ist die glücklichen Gewinnerin der von CityNightLine gesponserten Städtereise nach Berlin. Nach Abschluss ihrer Masterarbeit in Pädagogik wird sie den Gutschein gerne einlösen.