Szene

Geteilte Freude

Zwei junge Frauen fuhren diesen Sommer im Rahmen ihrer Maturitätsarbeit mit einem Tandem den Rhein entlang – von der Quelle bis zur Mündung. Dabei verbanden sie die sportliche Herausforderung mit einer Spendenaktion.
Ihr noch laufendes Projekt nennen Nina Hangartner und Céline-Lisa Hiltbrunner «Rhein by bike». Nicht ohne Stolz erzählen sie, dass bis jetzt 17500 Franken zusammengekommen sind. Das Geld wird der Organisation PTA (Pfadi trotz allem) zukommen, die Programme für Jugendliche und Kinder mit einer Behinderung durchführt. Die Idee zu einer Spendenfahrt entstand bei der Vorbereitung zur Maturitätsarbeit. Die beiden Schülerinnen der Kantonsschule Wetzikon wollten «radeln, damit auch andere radeln können». Dass sie als Team gut harmonieren, hatten sie auf einer gemeinsamen Velotour von Gossau ZH nach Genf bereits beweisen.
Die erste Etappe im Juli führte zunächst zu Fuss vom Oberalppass bis zum Tomasee und von dort mit dem Velo nach Disen­tis. In Landquart stiegen sie aufs Tandem um. Damit ging es weiter nach Basel. Die zweite Etappe der Sponsorenfahrt im August endete nach insgesamt 1500 Kilometern in Rotterdam mit einem erfrischenden Bad in der Nordsee.
Während der Tour hatten die zwei Schülerinnen manch interessante Begegnung, wie sie auf ihrem Blog (www.rhein-by-bike.ch) berichten. Zu einem unangenehmen Running Gag entwickelten sich die Probleme mit dem stark beanspruchten Hinterrad ihres Tandems. Auch der Besuch bei diversen Velomechanikern brachte nur bedingt Linderung. In Bonn sollte schliesslich ein neues Rad her. In der ganzen Stadt fand sich aber kein passendes. Ein Fachmann brachte die Lösung und speichte die seltene Nabe auf eine neue Felge um.
Hangartner und Hiltbrunner wird diese Reise in guter Erinnerung bleiben. Und viele Kinder und Jugendliche können sich auf einen schönen PTA-Velo-Anlass im nächsten Jahr freuen.
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