Kultur

Bewunderer und Veranstalter

Mike Feusi ist – ausser an üblen Schneetagen – per Velo unterwegs. Seine neuste Passion sind Beach-Cruiser, speziell die Custom-Bikes. Mit diesen möchte er auch als alter Knacker noch herumdüsen. Bruno Angeli
Sie fallen auf, die drei Dutzend Velofahrer, die an diesem Samstagnachmittag im Juni der Seepromenade in Luzern entlangfahren. Sie sind auf Beach-Cruisern, Stretch-Cruisern, Lowridern, Chopper-Bikes oder Custom-Bikes unterwegs. Touristen und einheimische Spaziergängerinnen zücken ob dieser ungewöhnlichen Szenerie ihre Kameras. Einer der Teilnehmer ist Mike Feusi (41). Der Besitzer acht verschiedener Velos kam vor einem Jahr, anlässlich des «Hangar Rockin’» in St. Stephan im Simmental, in Kontakt mit dieser ungewöhnlichen Velogattung. «Ich sass zum ersten Mal auf einem Stretch-Cruiser und wusste sofort: So ein Bike muss ich haben.»
Kurz darauf wurde er vom Bewunderer dieser Velos zum Veranstalter. Er organisierte im November 2008 den ersten «Toni-Marroni»-Cruise in Zürich. Das positive Feedback ermutigte Feusi dazu, im Rahmen der Bikedays im Mai 2009 den «Springride» zu veranstalten. Damit möchte er die Cruiser-Szene in der Schweiz näher zusammenbringen, den Austausch verbessern und auch die Cus­tom-Bikes einem grösseren Publikum näherbringen. Und es geht weiter. Der nächste «Toni-Marroni»-Cruise findet voraussichtlich am 24. Oktober 2009 statt, und an den Bikedays 2010 wird ein weiterer «Spring­ride» durchgeführt.

«Immer eine saugute Laune»
Was treibt Mike Feusi an? «Cruisen ist die Apotheose – die erhebendste Disziplin des Langsamverkehrs. Es entspannt ungemein.» Ausserdem gebe es dies- und jenseits des Röstigrabens viele spannende und kreative Köpfe und Persönlichkeiten in dieser Szene. Feusi liebt und lebt Velofahren. «Mein Ziel ist es, einer dieser ‹alten Knacker› zu werden, die noch mit 75 dreimal pro Woche braungebrannt und mit knackigen ‹Wädli› um den Zürichsee fahren und immer eine saugute Laune haben.»
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