Neuheiten
Messerundgang
An der «twoo» dominierten heuer einmal mehr die Elektrovelos. Aber auch abseits der immer ausgefeilteren Bequem-Bikes gab es einige attraktive Neuheiten zu entdecken. Marius Graber
Während draussen noch der harte Winter herrschte, kamen in der Basler
Messehalle an der Zweiradausstellung «twoo» Frühlingsgefühle auf.
Insbesondere Elektrovelos schossen wie die Primeln im März aus dem
Boden und wurden zum Publikumsmagneten. Neben den bekannten
Spezialisten nutzten weitere Marken die Messe für ihre Schweizer
Premiere. So zeigte die spanische, aus dem Radsport bekannte Marke BH
Bikes ihr Elektrovelo mit dem Panasonic-Zentralantrieb. Auf die gleiche
Technik setzt auch die deutsche Firma Kalkoff. Hercules wiederum
präsentierte ein ganzes Sortiment von E-Bikes mit Bionx-, Sparta- und
Schachner-Antrieben.
Die Schweizer Firma Canyon stellte ihr neu entwickeltes Elektrovelo mit
Frontmotor vor. Bionx präsentierte den «Light Akku». Er senkt das
Gesamtgewicht des Nachrüstsatzes auf 5,5 Kilo. Damit sind Elektrovelos
unter 20 Kilo möglich, was allerdings mit Abstrichen bei der Reichweite
verbunden ist. Thömus zeigte auf seinem Stand, dass praktisch jedes
Velo aus der Kollektion mit dem Bionx-Hinterradmotor ausgerüstet werden
kann. In der Schublade liegen bereits Pläne für einen speziellen
Elektrovelorahmen, der die Akkus elegant in sich aufnimmt. Noch vor dem
Sommer soll das neue Modell auf den Markt kommen.
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Simpel-Chef Philip Douglas stellte den «Optimist» vor, das erste serienreife Velo mit Carbon-Zahnriemen.
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Die Twoo Wheel Jump Competition.
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Riemenantrieb
Bereits im Mai sollen verschiedene Alltags- und Tourenvelos von Simpel
mit «Gates Carbodrive»-Riemenantrieb serienreif sein. Auch sie hatten
an der «twoo» ihre Premiere. Der «Optimist» ist ein Alltagesvelo, das
eigens für die neue Antriebstechnik konstruiert wurde und mit der
Rohloff- oder Shimano-Alfine-Nabenschaltung erhältlich sein wird. Bei
den Tourenvelos «Wegwärts» und «Frischluft» kann künftig wahlweise ein
Riemen- oder der konventionelle Kettenantrieb bestellt werden. Die neue
Antriebstechnik soll sehr wartungsarm sein und muss nicht geölt werden.
Dadurch verschmutzt das Velo auch weniger (siehe vj 1/09). Für den
Riemenantreib entwarf Simpel eigens einen Rahmen mit einer speziell
konstruierten Hinterradaufnahme.
Made in England
Nicht neu, aber zeitlos schön sind die Velos des englischen
Traditionsherstellers Pashley. Mit Nabendynamo, LED-Rücklicht,
geschlossenem Kettenkasten, Trommelbremsen und Fünfgang-Nabenschaltung
sind sie alltagstauglich. Der grosse geflochtene Weidenkorb macht das
«Princess Sovereign» nicht nur hübsch, sondern auch praktisch. Eher
unter die Kategorie «Sonntagsvelo» fällt hingegen das «Guv’nor». Das
elegante Stahlrahmenmodell aus dem edlen englischen «Reynolds 531»-Rohr
ist überraschend leicht und nur mit dem Nötigsten ausgestattet: einem
Gang und zwei Trommelbremsen. Ebenso aufs Stadtradeln ausgerichtet sind
verschiedene Singlespeed-Velos: Das «StarBicycle» des gleichnamigen
Winterthurer Veloladens verfügt über eine spezielle Hinterradnabe, bei
der mit wenigen Handgriffen von Frei- auf Starrlauf umgestellt werden
kann. Die deutsche Firma Used präsentiert eine Reihe von
Singlespeed-Modellen sowie Einzelteile dazu. Etwa den «Selle
Anatomica», einen Kernledersattel, der dank ausgeklügelter Fertigung
wetterfest ist und ohne die übliche Einfahrzeit auskommt.
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Edler Flitzer: Guv‘nor von Pashely.
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Auch Thömus verbaut nun Bionx-Antriebe.
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