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Baut BMC eine Karbonproduktion auf?
Die schon vor Monaten agekündigte eigene Karbonfertigung des Schweizer Veloherstellers BMC in Grenchen ist bis jetzt noch nicht in Sicht. Investor und Phonak-Besitzer Andy Rihs erlebt derweil zahlreiche Managementwechsel.
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Der neue BMC-CEO Mike Hürlimann (42). |
h+h. Noch im letzten Herbst hatte der inzwischen zurückgetretene CEO
von BMC in Grenchen, Andreas Georgiadis, angekündigt, der
Velohersteller wolle in einer vollautomatischen Anlage jährlich über
10000 Karbonvelos in der Preisklasse von 10000 Franken herstellen. Bis
dieses Prestigeprojekt startklar sein wird, dürfte es allerdings
dauern.
Andy Rihs, BMC- und Phonak-Besitzer, kostet ein solches Werk mindestens
15 Millionen Franken. Auskünfte will er dazu keine geben, doch klar
ist, dass der angekündigte Neubau in Grenchen bis auf Weiteres
zurückgestellt ist. Mit der Zumietung einer bestehenden Halle wurde
eine Zwischenlösung gefunden.
Schnell dürfte es auch nicht gehen, zumal BMC in den letzten Monaten
zahlreiche Wechsel im Management erlebte. Im Februar wurde der Vertrieb
der aufgekauften Velomarke Bergamont in BMC integriert, dann wurde der
Rücktritt von CEO Andreas Georgiadis und von Markenchef Markus Zehnder
bekannt. BMC erlebt damit Managementabgänge wie keine andere Schweizer
Velofirma.
Besitzer Andy Rihs muss derweil seine ambitiöse Expansionsstrategie
zurückstecken. BMC läuft schon seit zwei Jahren nicht mehr so rund, und
in den sieben Jahren, seit Rihs die Firma besitzt, hat das Werk
mehrheitlich rote Zahlen geschrieben. Nun soll Mike Hürlimann – er
kommt vom Sanitärhersteller Geberit – BMC und Bergamont auf Kurs
bringen.
Darauf setzt auch die heimische Velobranche, für die BMC vor allem
wegen der Rennsporterfolge ein Aushängeschild ist. Rihs träumt davon,
BMC zum Velohersteller Nummer eins im Land zu machen, allerdings ist er
mit einem Umsatz von 60 Mio. Franken davon noch weit entfernt. Zum
Vergleich: Scott Sports erreicht 200 Mio. Franken Umsatz.