
Peter Sarbach fährt gerne mit dem Velo zu seinen Konzerten. Dies wurde
so etwas wie sein Markenzeichen. In Chur startet diesen Frühling,
genauer am 1. April, seine vierte Tournee. Sie dauert den ganzen Monat und führt
ihn jeden Tag in eine andere Ortschaft. Aufgeführt werden Stücke aus
seiner letzten CD «Gäbig», aber auch neue Lieder, die noch nicht
veröffentlicht sind. Dieses Jahr wird Sarbach auf der Tournee auf
seinen berühmten Rückenkoffer verzichten, seinem eigenartigen
Accessoire, das an ein Möbelstück erinnerte. Er wird nun mit einer
normalen Gitarrentasche unterwegs sein und damit nicht mehr so
auffallen wie bei den letzten Tourneen. Es werden am Strassenrand wohl
weniger Kommentare fallen à la «Führst du einen Kühlschrank mit?»
Peter Sarbach ist stolzer Besitzer von fünf Velos. Alles Dreigänger:
«Ich fahre Dreigangvelos, weil mir die modernen Modelle nicht behagen –
ich bin wohl etwas altmodisch. Es ist aber auch ein Protest gegen die
schnelllebige Zeit.» Ein anderes Argument für seine Velowahl ist, dass
er das meiste selbst reparieren könne, wenn mal etwas kaputtgehe.
Dem «Liederzüchter», wie Sarbach sich nennt, sind Unabhängigkeit und
Authentizität wichtig. Niemand mischt sich in seine Kunst ein. Seine
Texte sind so, wie sie ihm einfallen. Seine Inspirationsquellen sind
Menschen und Umwelt. Geschichten liegen für ihn geradezu auf der
Strasse. Er pflückt und bearbeitet sie zu unverwechselbaren Liedern,
die dem Zuhörer etwas abverlangen. Man muss sich darauf einlassen. Ist
man dazu bereit, erlebt man Überraschendes, Witziges, Besinnliches. Das
ganze Spektrum menschlicher Empfindungen eben.
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