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| Gekapselter Antrieb für die Greenmachine von Flevobike. |
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| Das Giant Citystorm mit integriertem Gepäckträger, Scheinwerfer und Schloss. |
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| Das Baukasten-Konzept Jango von Topeak überzeugte die Jury. |
Beim «Eurobike Award» sind gewisse positive Entwicklungen unverkennbar:
Die 267 eingegangenen Beiträge sind ein Viertel mehr als bisher. Am
Schluss des ersten Messetages fand die Preisverleihung erstmals in
einem publikumsträchtigen Rahmen statt. Und die Jury, präsidiert vom
renommierten Designer Nils Holger Moormann, achtete darauf, dass keine
Produkte mehr prämiert wurden, die schon im Vorjahr gelobt worden waren
und an denen nur Modellpflege betrieben wurde. Und sie wollte auch
nicht wieder Prämierungen in mehreren Varianten (z.B. eine Ausführung
Race, eine andere für MTB oder für Damen, resp. für Herren) vergeben.
Unter den 4 Goldgewinnern fanden sich 3 Alltagsfahrräder (Flevobike,
Giant, Jango), aber kein Sportrad, was für die diesjährige Eurobike
nicht untypisch war. Das liegt aber weniger an der Zusammensetzung der
Jury (welche diesmal vor allem aus dieser Ecke kommt), als vielmehr
daran, dass zahlreiche interessante Mobilitätsvelos eingereicht wurden;
die Sportfraktion hingegen war verhältnismässig schwach besetzt; u.a.
fehlte die komplette italienische Rennliga. Abgesehen davon, dass sich
mit einer superleichten Carbonmaschine nicht mehr automatisch ein Award
abholen lässt.
Wer nicht teilnimmt, ist selber schuld ...
Die Wettbewerbsbeteiligung war trotz deutlich mehr Teilnehmern immer
noch nicht befriedigend. Die Jury ortete dafür verschiedene Gründe:
Kleinen Firmen mag schlicht die Kapazität oder der Glaube an die Chance
fehlen, einige grosse Hersteller scheinen den Award nicht nötig zu
haben, weil sie eigene exklusive Werbeplattformen bevorzugen.
Jedenfalls schade, dass insbesondere einige reputierte Marken oder die
ganze gegenwärtig doch so boomende E-Bike-Branche durch Abwesenheit
glänzten – umso mehr, als der Award auf gutem Weg ist, von Handel und
Konsumenten als qualifizierte Orientierungshilfe und respektables
Gütesiegel wahrgenommen zu werden. Vielleicht sollten die Veranstalter
(die Messe Friedrichshafen als Ausrichter und das iF International
Forum Design als Organisator) die Wettbewerbsakquisition doch etwas
aktiver betreiben.
Noch nicht optimal ist die Sprachregelung: In den Vorjahren gab es
Gold- und Silber-Prämierte und gut 40 bis 50 restliche Finalisten. Das
verleitete viele dieser übrigen Nominierten dazu, sich unverfroren als
Award-Gewinner zu bezeichnen, was beim uneingeweihten Publikum einen
falschen Eindruck erweckt. Dieses Jahr gab es auch Bronze-Preis-Träger,
davon allerdings gleich 35, was neben den 4 goldenen und 8 silbernen
Preisen natürlich in keinem Verhältnis mehr steht. Da wäre die
bisherige Regelung (aber mit klarer Definition «Finalisten») wohl doch
die glaubwürdigere Lösung.