Die Vereinten Nationen sprachen die Einladung zusammen mit dem
internationalen Rat für kommunale Umweltinitiativen aus. Die globale
Allianz für Öko-Mobilität will zur Bekämpfung des Klimawandels den
Fuss- und Veloverkehr fördern und die Abhängigkeit vom Auto reduzieren.
«Die Zeit für das Velo ist da», verkündete Rob De Jong, Leiter der
«Urban Environment Unit» im Umweltprogramm der Vereinten Nationen.
«Viele Politiker sprechen heute von CO2-Reduktion und einer
Gesellschaft mit tiefem Schadstoff-Ausstoss, sehen aber das Fahrrad
nicht als unerlässlichen Teil davon.» Um dies zu ändern, gehe man nun
auf die Velobranche zu.
An der vom führenden Zubehörhersteller Shimano initiierten Treffen in
München nahm von der Branchenseite allerdings nur der europäische
Verband der Velohändler (Etra) teil. Die Verbände der Importeure und
Hersteller waren wegen ihrer Generalversammlung verhindert. Die
Etra-Generalsekretärin Annick Roetynck beurteilt das erste Treffen als
sehr positiv. Sie stellt ein wachsendes politisches Interesse am
Fahrrad fest und sieht die Allianz vor allem als Chance für «besseres
Lobbying». Da das Münchner Treffen «erst vage Ziele definierte», ist
ein konkreter Beitrittsentscheid noch nicht gefallen.
Laut Conrad Otto-Zimmermann, dem Generalsekretär des internationalen
Rates für kommunale Umweltinitiativen, wird die Allianz «in den
kommenden Monaten einen Aktionsplan für unsere möglichen Partner – zum
Beispiel die Velobranche – erarbeiten.»
Die globale Allianz für Öko-Mobilität soll im Dezember, an der nächsten
Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Bali, der Weltöffentlichkeit
vorgestellt werden.