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Gib Langfingern keine Chance

Aus Angst vor Dieben auf ein gutes Velo zu verzichten, wäre dumm. Schlauer ist es, mit einem guten Schloss und etwas Know-how den Langfingern das Leben schwer zu machen. Mit einigen Tricks lässt sich die Sicherheit deutlich erhöhen. Marius Graber
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Oben: Schlüssel für Drehscheibenschloss, Stiftzylinder, einfachen Stift- und Tubularzylinder (v.l.n.r.). Unten: Pitlock Sicherungssystem.

Das Allerwichtigste vorweg: Schliessen sie das Velo mit dem Rahmen an ein fest verankertes Objekt. Hierfür eignen sich Signalstangen, Pfosten, Geländer oder Zäune. Nicht selten laden Diebe nämlich ein abgeschlossenes Velo einfach in einen Lieferwagen, um das Schloss danach in einer Werkstatt in aller Ruhe zu knacken. Deshalb ist es wichtig, dass auch in der Velo-Abstellanlage die Fahrräder befestigt und angeschlossen werden.
Der zweite wichtige Punkt: Wählen Sie ein vernünftiges Schloss. Das Schloss soll nicht nur dem Wert des Velos, sondern auch der Parkdauer und den Abstellmöglichkeiten entsprechen. Es kann durchaus sinnvoll sein, selbst für ein billiges Velo ein 100 Franken teures Schloss zu kaufen. Der Preis des Schlosses ist meist schnell vergessen, das sichere Gefühl, dass das Velo auch am anderen Tag noch da ist, hat man jedoch lange. Als Richtwert gilt: Mindestens fünf Prozent des Velopreises sollte in die Diebstahlsicherheit investiert werden. Der Anteil kann durchaus auch höher sein, wenn das Velo oft über mehrere Stunden an exponierten Stellen parkiert wird.

Eingeschlaufte Sicherheit
Wählen Sie einen möglichst idealen Abstellplatz für ihr Velo: Helle, gut beleuchtete, gut einsehbare und belebte Stellen werden von Dieben gemieden. Kann mit einem Auto nicht direkt zum Abstellplatz gefahren werden, erhöht sich die Sicherheit des Veloparkplatzes weiter.
Nicht nur gegen Leute, die ein Velo abgeschlossen wegtransportieren muss man sich schützen. Wichtig ist auch, dass Schlösser nicht zu leicht geknackt und aufgebrochen werden können. Dieses Risiko lässt sich vermindern, wenn das Schloss möglichst durch Rahmen und Rad ausgefüllt ist und sich nicht in Bodennähe befindet. So ist es schwieriger, Aufbruchwerkzeug anzusetzen. Zeigt der Schliesszylinder ausserdem nach unten, ist es für Diebe mühsam, dem Schloss mit Picking-Werkzeug zu Leibe zu rücken.
Und ein letzter Tipp: Velos werden auch auf Privatgrundstücken gestohlen. Daher lohnt es sich auch dort, das Velo nicht nur ab-, sondern auch anzuschliessen. Falls kein geeigneter Pfosten vorhanden ist, kann man sich gut mit einer Wand-Ringschraube behelfen.

Am Schlüssel erkennt man das sichere Schloss

Schlösser mit sogenannten Tubular- oder Röhrenschaft-Schlüsseln sind dafür bekannt, dass sie sich mit einem simplen Trick öffnen lassen. Umso schlimmer, dass immer noch Schlösser dieses Typs auf dem Markt sind. Finger weg!
Die einfachen Stiftschlösser, erkennbar an den gezackten Schlüsseln, sind bereits von wenig geübten Lockpickern zu schaffen, die Geübten öffnen diese Schlösser mit ihrem Spezialwerkzeug innert Sekunden. Nur von erfahrenen Aufsperrern sind die besseren Stiftschlösser zu knacken (gezackte Schlüssel mit kleinen Löchern oder Kügelchen). Am sichersten sind die sogenannten Drehscheibenschlösser, deren Schlüssel seitlich abgewinkelte Einschnitte aufweisen. Dieses Schloss schaffen selbst die besten Lockpicker nicht.
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