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Träumen unter Weihnachtsbäumen

Wir nähern uns den Feiertagen so zielstrebig und schnell wie die Einzelzeitfahrer der Ziellinie. Also wird es Zeit, noch vor der grossen Torschlusspanik die Weihnachtseinkäufe zu erledigen. velojournal hat schon mal das diesjährige Warenangebot inspiziert. Ein paar Empfehlungen.
 
Image 1| Tier-Schutz
Ein origineller wetterfester Sattelschutz kommt vom Basler Designer Tilo Ahmels. Die witzigen Satteltiere sind bekannt geworden durch eine Fahrraddiebstahl-Präventionskampagne der IG Velo Basel. Sie schützen Velosattel und Hintern vor Nässe und sind aus wasserdichtem Nylon hergestellt. Zudem sind sie bei 40 Grad waschbar. Es gibt sie als Ziege, Kuh, Bär und Hund. Der Hersteller schliesst jegliche Haftung beim Klau der Tiere aus!
Im Set kosten die Tierchen 40 Franken und können unter www.satteltier.ch bestellt werden.
Image 2| Papa Moll auf Fahrradtour
Wer seinen lieben Kleinen eine Fahrradtour schmackhaft machen will, dem sei der neuste Band der beliebten Papa-Moll-Reihe zur Einstimmung empfohlen. Aufgeregt und emsig wird geplant und gepackt. Was man unterwegs so alles erleben kann, zeigt Familie Moll auf einfallsreiche und liebenswürdige Art. Aber Achtung: Am Ende ist auch noch Familienzuwachs angesagt.
«Papa Moll auf Fahrradtour», Globi-Verlag, 64 Seiten, Fr. 19.80.
Image 3| Vater-Kinder-Freuden
Wir kennen es von der Modelleisenbahn unter dem Weihnachtsbaum: Freude hat nicht nur das Spielen gemacht, sondern auch das Zusammenbauen. Und dies vor allem den Vätern. So gehts wohl auch mit dem Like-a-Bike-Jumper: Das Laufrad besteht aus wenigen Einzelteilen, alle fein säuberlich in einer Kartonschachtel verpackt. Das nötige Montagewerkzeug wird gleich mitgeliefert. Und schon gehts los: Genüsslich ziehen wir Räder, Rahmen und Sattel aus dem Karton und sehen zu, wie aus den Teilen ein tolles Kinderfahrzeug entsteht. Dann zeigt sich der grosse Unterschied zur Modelleisenbahn: Fahren mit dem Jumper macht den Kindern länger Spass als die grösste Eisenbahnanlage. Bei den Kids gilt das Jumper jedenfalls als Liebling unter den Laufrädern. Und muss es einmal getragen werden, ist das dank des geringen Gewichts kein Problem.
Xtramobil, www.likeabike.ch, 285 Franken.
Image 4| Bekenntnis in Gliedern
Bislang erkannte man Velofahrende abseits ihres Verkehrsmittels an den öligen Spuren auf ihren Hosenbeinen. Schuld an diesem Stigma ist die Velokette. Der Kettenhersteller Wippermann beweist, dass man sich mit demselben Veloteil auch ganz schick zu seinem Fahrzeug bekennen kann. Selbstbewusst bietet die deutsche Firma ihr feingliedriges Fabrikat auch als Schmuckstück an. Das Wippermann-Armband besteht aus Industriekettengliedern mit Schnellverschluss und passt dank zwei verschiedenen Grössen nicht nur an die starken Handgelenke von harten Bikern.
www.intercycle.ch, www.connexchain.com,
Fr. 16.90.
Image 5| Coole Wollmütze mit Schutzfunktion
Das ideale Geschenk für Velohelmmuffel: Die aus hochwertiger Merinowolle fabrizierten Ribcaps bieten alle Vorteile einer herkömmlichen Strickmütze. Bei einem Aufprall jedoch verhärtet sich das flexible Material schockartig. Anschliessend kehrt es wieder in den weichen, ursprünglichen Zustand zurück. Die Ribcap wärmt angenehm, ist weich und kann in einer Tasche verstaut werden. Gehör und Sichtfeld werden in keiner Weise eingeschränkt. Das modische Design verführt dazu, sich gar nicht mehr ohne Mütze in der Kälte auf das Velo zu setzen.
Im Fachhandel ab 119 Franken, www.ribcap.com
Image 6 | soundtrack für den hometrainer
Wer die Wintermonate hindurch lieber im warmen Wohnzimmer pedalt, braucht natürlich auch die richtige Musik. Die liefert der Münchner DJ Thomas Bohnet mit dem dritten Teil seiner «Le Tour»-Reihe. Der umtriebige Franzosenfreund hat einmal mehr in der Schatulle des frankophonen Klangschaffens gewühlt und hier zu einer akustischen Perlenkette aufgereiht. Eine wunderbare Platte für den stilvollen Stubenradler.
Various Artists, «Le Tour 3» (Localmedia/Phonag)
Image 7| Stilvolles Kettennieten
Natürlich muss ein Werkzeug nicht schön sein, aber es kann. Das massiv gebaute, präzise Kettennietgerät «ChainBot» von Topeak eignet sich für praktisch alle Veloketten und liegt gut in der Hand. Es erfreut durch seine elegante Erscheinung und verleiht damit dem Akt des Ketten-Vernietens jene Würde, die dieser symbolträchtige Moment ja eigentlich auch verdient. Damit ist der «ChainBot» ein passendes Geschenk für alle Freizeitmechaniker, die gerne auch die Fahrräder der Bekannten und der Nachbarn in Schuss halten.
Trek Fahrrad GmbH, www.topeak.com, 69 Franken.
Image  8| Vom Ausläufer zu «Ferdy National»
Als 1933 die Tour de Suisse in Marthalen vorbeifährt, hängt sich ein 13-jähriger Knirps auf einem Damenvelo in den Windschatten eines Ausreissers und hält dessen Tempo drei Kilometer lang mit, bis ihn Funktionäre aus dem Rennen nehmen. Der Knirps heisst Ferdy Kübler und wird die Schweizer Rundfahrt neun Jahre später selbst gewinnen. Der Anfang ist hart. Küblers strenger Vater sagt: «Du wirsch nie en Velofahrer» und zersägt das Rennvelo zu Schrott. Ferdy zieht aus und wird in Männedorf Ausläufer bei einem Bäcker. Das ist der Beginn einer sagenhaften Karriere, die in den Fünfzigerjahren mit Siegen bei den grossen Rundfahrten ihre Krönung findet. Die spannende Karriere lässt sich im soeben erschienenen Prachtsband «Ferdy National» nachlesen – ein Highlight für jeden Velofan.
Peter Schnyder (Hrsg.), «Ferdy Kübler», Texte von Martin Born, Hanspeter Born und Sepp Renggli, AS-Verlag, Zürich 2006, 220 Seiten, 88 Franken.
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