
Am Anfang stand eine Idee, aber mit dem Rohstoff wollte es nicht so
recht klappen. Als Jeremy Moon 1995 als frischer College-Abgänger mit
Marketingabschluss die Idee hatte, mittels eines neuartigen Verfahrens
moderne und funktionale Sportunterwäsche herzustellen, scheiterte er an
der schlechten Qualität der ihm angebotenen Merino-Schurwolle.
Daraufhin schloss er mit Schafzüchtern Direktverträge ab, damit sie ihm
nur noch erstklassige Schurwolle lieferten. So schuf sich Moon einen
sicheren Qualitätsboden für seine Produkte und den Schafzüchtern eine
sichere Existenz in einem vom Zerfall bedrohten Markt. Schafwolle ist
bis heute – mit wenigen Ausnahmen – ein globales Verlustgeschäft.
Anders sieht die Lage in Neuseeland aus: Dort haben mittlerweile 25
Prozent aller Züchter einen Vertrag mit Icebreaker. Der Abnahmepreis
wird jeweils einmal im Jahr festgelegt – ein deutlicher Fortschritt
gegenüber den unkalkulierbaren, volatilen Tagespreisen des
Aktienmarkts.
Natur schlägt Synthetik
Welchen Stellenwert Wolle inzwischen wieder erlangt hat, zeigt sich
daran, dass Firmen wie Icebreaker, Smartwool oder Surly von Händlern in
den USA und in Europa die Türe eingerannt wird. Wolle hat inzwischen
ihren festen Platz auch in der Sportbekleidung erobert, und deren
innovative Anwendungen haben zu eleganten und trendigen
Kleidungsstücken geführt. Dies auch dank neuartiger, feinster
Verarbeitung, mit der die Wolle auch das Kratz-Image verloren hat.
Immer mehr FreizeitsportlerInnen sind der Ausdünstung, die einem aus
den meisten synthetischen Teilen entgegendampft, überdrüssig. Ganz
nebenbei geht es auch um Ökologie: Natur gegen ein Erdöl-
Abfallprodukt.
www.icebreaker.com
Der Wettbewerb ist beendet.