Schwerpunkt

Kaufberatung: Auf der sicheren Seite

Wer sich ein neues Fahrrad zulegen möchte, sollte sich vor dem Gang ins Fachgeschäft ein paar Gedanken machen. velojournal hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die beim Kauf eines Velos zu beachten sind. Marius Graber

Wie nutze ich das Velo?
Werden Sie sich vor dem Kauf über den gewünschten und möglichen Einsatz des Velos im Klaren. Die von uns getesteten Fahrräder (mit Ausnahme des Simpel) sind alle ausgesprochene Allrounder, die sich für tägliche Alltagsfahrten ebenso eignen wie für die Freizeit oder eine kleine Radtour. Wer das Velo als Fitnessgerät in der Freizeit nutzen will, benötigt nicht unbedingt ein voll ausgerüstetes Fahrrad und kann auf ein leichteres Cross-/Fitnessbike zurückgreifen. Wer das Velo fast ausschliesslich für alltägliche Fahrten ohne grosse Steigungen einsetzt, ist auch mit einer wartungsarmen 7- oder 8-Gang-Nabenschaltung bestens bedient.

Wie oft nutze ich das Velo?
Wer das Fahrrad intensiv nutzt – mehr als zweimal in der Woche und auch bei schlechter Witterung –, sollte auf ein Modell für 1200 Franken oder mehr zurückgreifen. Insbesondere die Lager und Felgen der getesteten Velos sind bei einem intensiven Gebrauch schnell überfordert. Wird das Velo nur zwei-, dreimal im Jahr benutzt, reicht theoretisch auch ein günstigeres Modell. Man nimmt damit allerdings gewisse Einbussen beim Fahrkomfort in Kauf.

Federung?
FahrerInnen unter siebzig Kilogramm verzichten in diesem Preisbereich besser auf eine Federgabel: Diese bringt nämlich vor allem Gewicht und Kosten, aber kaum Komfort. Wer über neunzig Kilogramm schwer ist, sollte sich vergewissern, ob zur Federgabel härtere Federn erhältlich sind. In der Praxis sind diese meist recht schwierig zu bekommen. Ähnliches gilt auch für die gefederten Sattelstützen. Gute Federkomponenten für leichte Menschen gibt es zwar, diese sind allerdings nicht ganz billig.

Das richtige Licht
Wer oft nachts unterwegs ist, sollte sich einen Nabendynamo zulegen. Wer selten und nur bei Trockenheit im Dunkeln unterwegs ist, kann gut auf den leichteren Seitendynamo zurückgreifen. Eine Batteriebeleuchtung ist eigentlich zuverlässig, birgt aber das Risiko, dass sie just dann vergessen oder gestohlen wurde, wenn man sie braucht. Entscheidend für eine dauerhaft funktionierende Lichtanlage ist ein sauber verlegtes, durchgehendes, zweiadriges Kabel vom Dynamo bis zu den Lichtern mit Steckerchen für die Verbindung zu den Lichtern. Lassen Sie sich die seriöse Verkabelung von Anfang an updaten.

Das Velo muss sitzen
Lassen Sie sich bezüglich Rahmengrösse und Sitzposition von einer Fachperson beraten. Der Spass am Velo hört sofort auf, wenn man nicht entspannt sitzt. Die Sitzposition hängt von der Rahmengrösse sowie der Position von Lenker und Sattel ab. Manchmal muss für die richtige Position der Lenkervorbau (das ist das Teil zwischen Rahmen und Lenker) getauscht werden.

Kein Sattel passt auf jedes Füdli
Handeln Sie sich ein Umtauschrecht für den Sattel aus, damit Sie ihn, falls er drückt, durch ein anderes Modell ersetzen können.

Schnäppchen …
… lohnen sich nur, wenn das Velo wirklich passt. Die Freude über das gespart Geld ist nach zwei Tagen vergessen, über die falsche Rahmengrösse, eine unbequeme Sitzposition oder eine hässliche Farbe ärgert man sich bei jeder Fahrt.

Abo
Kein Flash-Player installiert.

Nachrichten

15.05.2012:
11.05.2012:
8.05.2012:
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
© 2011 velojournalImpressum