
«Täglich mit dem Velo zur Arbeit zu fahren, ist eines der wirkungsvollsten Rezepte, um die individuelle Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu fördern», sagt Adolf Ogi, Patron der Aktion «Bike to Work». Er begrüsse diese Initiative sehr, weil so jede und jeder selbst auf einfache Weise für seine Gesundheit aktiv werden könne. Die Migros als Pilotbetrieb machte vor, was sich Adolf Ogi und die IG Velo generell wünschen: dass sich Betriebe für die Gesundheit der Mitarbeitenden engagieren und das Mobilitätsverhalten auf dem Arbeitsweg auf spielerische Art thematisieren. Die Aktion soll möglichst viele Leute dazu motivieren und animieren, das Velo nicht nur in der Freizeit, sondern auch für den Weg zur Arbeit zu nutzen.
Die Migros war schnell von der Idee angetan und konnte leicht davon
überzeugt werden, als Pilotbetrieb bei der Aktion mitzumachen. «Bike to
Work» passte zum diesjährigen Migros-Schwerpunkt «Gesundheit». «Die
Aktion der IG Velo bewegt uns im wahrsten Sinn des Wortes», sagt Gisèle
Girgis, Mitglied der Generaldirektion beim Migros-Genossenschafts-Bund.
Dass die Aktion auch bei den Mitarbeitenden auf Begeisterung
stossen würde, hatte man zwar gehofft, doch die vielen positiven
Rückmeldungen von allen Seiten haben dann trotzdem überrascht. Die
grosse Akzeptanz wird auch durch erste Zahlen der Evaluation gestützt,
die das Bundesamt für Sport begleitend zur Aktion durchgeführt hat.
Rund 95 Prozent, sowohl Teilnehmende wie nicht Teilnehmende, stufen die
Aktion als sinnvoll ein. Und mehr als die Hälfte der nicht
Teilnehmenden fühlte sich persönlich von der Aktion angesprochen. Diese
Zustimmung zeigt auch das enorme Potenzial, das noch ausgeschöpft
werden kann. Diese Ergebnisse stützen die Bestrebungen der IG Velo
Schweiz. Von Jahr zu Jahr will sie den Kreis von Firmen und
Organisationen vergrössern und damit noch mehr Menschen erreichen, die
noch nicht mit dem Velo zur Arbeit fahren. Über ein Drittel aller
Teilnehmenden wurde erst über das diesjährige Pilotprojekt dazu
motiviert, mit dem Velo zur Arbeit zu fahren. Sie stiegen also für die
Dauer der Aktion um.
Zu diesem Erfolg beigetragen hat auch die Gruppendynamik (die
Teilnehmenden mussten sich in Gruppen zu je vier Personen anmelden).
Ausserdem winkten attraktive Preise: Eine Ballonfahrt mit dem
SportXX-Ballon ging an das Team M-Power der Migros Aare. Über den
zweiten Hauptpreis, Wellnessferien von Hotelplan im Wert von 1000
Franken, freute sich Augusta da Fonseca von der Migros
Neuchâtel-Fribourg. «Solche Anreize und ein spielerischer Zugang zum
Verkehrsmittel Velo sind wichtig, um etwas bewegen zu können.» Dies ist
ganz im Sinne
der IG Velo, die weiss, dass mit dem erhobenen
Zeigfinger heutzutage niemand mehr zum Umsteigen motiviert werden kann.
Wichtig sind für die Motivation auch Argumente wie die Förderung der
individuellen Gesundheit, Kosten- und manchmal auch Zeiteinsparungen
sowie Stressabbau.
Die Gesundheitsförderung ist eines der wichtigsten Ziele der Aktion und zugleich das stärkste Argument, um Betriebe und Mitarbeitende von der Aktion zu überzeugen. «Seit 1989 engagiert sich die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz für mehr Bewegung, insbesondere für Bewegung, die im Alltag praktiziert werden kann. Dieser Ansatz wird im Projekt Bike to Work gelebt», meint Bertino Somaini, Direktor von Gesundheitsförderung Schweiz, und er sichert dem Projekt auch im nächsten Jahr die Unterstützung zu. «Bike to Work» wird zudem unterstützt durch das Bundesamt für Sport und das Bundesamt für Gesundheit. 2006 plant die IG Velo die Aktion in der ganzen Schweiz durchzuführen. Interessierte Betriebe können sich schon heute bei der IG Velo Schweiz anmelden.
Gregor Zimmermann, IG Velo Schweiz, Tel. 031 318 54 13, Turn on JavaScript!
www.biketowork.ch