
Geboren wurde die Idee vor mehr als zehn Jahren. Den Machern der damaligen Fahrradzeitschrift «Move» kam der zündende Einfall, dass mit einem grossen Nylonsack die damals rigide Haltung der SBB ausgetrickst werden könnte. Der «Tranzbag» war geboren. Inzwischen sind die SBB den VelofahrerInnen gegenüber liberaler geworden, mit der mühsamen Platzreservationspflicht in den ICN ist das Thema aber wieder hoch aktuell. Ebenso in vielen internationalen Zügen, wo der Fahrradtransport nur im «Sack» möglich ist. So reist das Velo nicht nur gratis mit, sondern auch einigermassen geschützt. Oder der Bag schützt den Autoinnenraum vor dem Dreck des Bikes, wozu die Transporttaschen ebenfalls häufig verwendet werden.
Damit das Velo in den Sack passt, müssen die Vorderbremse ausgehängt, das Vorderrad entfernt und Gabel/Lenker um neunzig Grad gedreht werden. Anstelle des Vorderrades steckt man mit Vorteil eine Kunststoff-Achse zum Schutz in die Gabel. Wer Scheibenbremsen hat, steckt noch die Transportsicherung zwischen die Bremsbeläge. Diese Demontage benötig etwa zehn Minuten, geübte Biker schaffens sogar schneller. Damit auch Velos mit Schutzblechen in die Taschen passen, muss der Lenker leicht gelöst und abgedreht werden. Bei Bikes mit grossen Rahmen müssen Lenker und Sattel entfernt werden, was aber lediglich minimale Schraubkenntnisse voraussetzt.
Im Test zeigt sich ein recht homogenes Bild. Noch immer gut im Rennen
ist der Tranzbag. Abgefallen ist der Trainbag, er ist weniger robust,
dafür aber auch deutlich günstiger. Mit «sehr gut» schloss der Transit
von Veloplus ab, er stellt eine gute Synthese von Grösse, Packmass und
Gewicht dar. Zudem wurde hier noch die Gabel-Polsterung optimiert. Der
Bike Portection Bag ist viel leichter und winzig klein verpackbar. Mit
den mitgelieferten Riemen kann das lose Vorderrad am Rahmen festgezurrt
werden. Der ganz umgehende Reissverschluss vereinfacht das Verpacken
und macht den Sack auch als Zeltunterlage oder Sonnenschutz verwendbar.
Aufgrund der fehlenden Hand- und Schultertragriemen ist das Pack beim
Umsteigen aber kaum zu tragen.
Der Railbag von Vitelli ist so
gross geschnitten, dass auch grosse, beziehungsweise Velos mit
Schutzblechen problemlos reinpassen. Für das Vorderrad gibt es eine
separate Transportasche. Allerdings ist der Railbag zusammengefaltet um
einiges grösser, was aber dann keine Rolle spielt, wenn der Sack
während der Tour deponiert werden kann, ansonsten er mit Riemchen am
Lenker oder Sattel des Velos angebracht werden kann.