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Canyon mit fulminantem Start

Zufriedene Gesichter in Pieterlen: Canyon-Direktor Jürg Schoch spricht vom besten Saisonstart überhaupt. Das Konzept «mehr fürs Geld» zahle sich aus. Für 2006 kündigt der Fahrrad-Produzent nun ein neues Citybike-Konzept an. René Hornung

Canyons aktueller Erfolg reitet alles andere als auf der Billigwelle. «Wir verkaufen vor allem die MTB-Fullies im oberen Preissegment sehr gut», stellt Direktor Jürg Schoch mit Freude fest. Das Prinzip Ehrlichkeit und die Modelle, die bei moderaten Preisen sehr viel bieten, schlagen durch. «Die Kundinnen und Kunden informieren sich heute sehr intensiv», weiss Schoch. Hinweis sind die explodierenden Besucherzahlen auf der Website. Die Hits bei www.canyon.ch haben sich innert eines Jahres verdreifacht. Damit wird klar, dass die Käufer heute die Angebote genau vergleichen, bevor sie ein neues Velo kaufen – und hier habe die Nase vorn, wer mehr biete.
Canyon Sports Ltd. trifft offensichtlich den Nerv der Zeit: «Wir produzieren Fahrräder, die möglichst exakt dem Biker-Lifestyle entsprechen, ihm aber zusätzlich neue und innovative Impulse geben», so die Selbstdarstellung. Canyon Bikes wollen nicht nur Teil eines bestimmten Lifestyles sein, sondern diesen direkt beeinflussen. «Das ist nur möglich, weil wir kompromisslos auf echte Qualität achten.»

Das leichte Citybike kommt

Vom aktuellen Erfolg beflügelt, wird bei Canyon zur Zeit intensiv an den Modellen der Saison 2006 gearbeitet. Jürg Schoch kündigt eine neues Produkt an, das intern noch den Arbeitstitel «drei in einem» trägt. Ein Modell, das zwischen City- und Mountainbike angesiedelt ist, aber nicht die «Hybrid»-Modelle kopiert. So viel verrät Schoch: Das neue Modell wird mit 26-Zoll-Rädern ausgerüstet sein und deutlich weniger auf die Waage bringen als die Citybikes der Konkurrenz. Als Ziel gilt ein Wert zwischen zehn und elf Kilo, frei nach dem vom Automarkt her bekannten Slogan «Reduce to the max».
Doch die Veloschmiede bietet weiterhin eine breite Modellpalette an, die Comfort-Fullies ebenso umfasst wie Hardtail und Road-Racing-Rahmen. Und Canyon verkauft auch ein vollständiges Bekleidungssortiment.
Die Firma wird nächstes Jahr auch ein völlig neues Design bekommen. «Wir bleiben dynamisch und sportlich», versichert Jürg Schoch. Auch bei den günstigeren Modellen wolle man diese Linie durchziehen. Von den vielfarbigen «Paradiesvögeln» halten die Canyon Designer nicht viel. Ihr Design entsteht in Zusammenarbeit mit einem Berner Büro zum grössten Teil im eigenen Betrieb – unter der Leitung von Produktemanager Thomas Roth.
Seit zwei Jahren arbeiten die zehn Canyon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter nun im Neubau in Pieterlen, auf halber Strecke zwischen Grenchen und dem früheren Firmensitz in Biel. Hier hat Canyon nach dem Verkauf der zu eng gewordenen Räumlichkeiten in Biel einen Neubau realisieren können, und von hier aus werden Entwicklung, Design und Vertrieb geleitet – mit Schweizer Qualitätsbewusstsein. Die Produktion selbst findet in Taiwan statt, und auch das Lager hat Canyon ausgelagert. «Die Kundinnen und Kunden wollen schliesslich ein gutes und doch preiswertes Velo», so Jürg Schoch. Da müsse man eben die Kosten optimieren.

 
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15.05.2012:
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