Test

Schalten und Falten

Faltvelos benötigen wenig Platz und vermögen mittlerweile auch locker mit richtigen Rädern mitzuhalten. Fahrverhalten und Ausstattung stimmen und machen die Faltbikes bereit für die ganz grosse Tour. Die wichtigsten Modelle im grossen velojournal-Test. Marius Graber (Text), Marcel Kaufmann (Foto)

Einige Ergebnisse vorweg: Massstäbe setzen noch immer die Klassiker, das Brompton und das Birdy. Das Bike Friday versteht sich als eigentliches Reisevelo und wird im Baukastensystem auf Kundenwunsch gefertigt. Es lässt sich in dreissig Sekunden transportfertig falten. Mit zwei, drei Werkzeugen und zwanzig Minuten Zeit lässt es sich so weit zerlegen, dass es in einen Hartschalenkoffer passt. Für die Fahrt wird aus dem Koffer ein Veloanhänger: ein cleveres Reisesystem.
Wird ein Faltvelo nicht nur für kurze Pendlerstrecken benutzt, so ist es wichtig, auch die Lenkerposition verstellen zu können. So richtig gut geht das nur bei Bike Friday. Das geniale Konzept übertrifft die Möglichkeiten manch eines normalen Velos. Nicht in diesem Mass, aber dennoch vielfältig anpassbar ist Birdy von Riese und Müller, das mit zwei verschiedenen Vorbauten ausgerüstet werden kann. Die Gesamtwertung wurde getrennt nach Alltag und Tour durchgeführt. Sie zeigt deutlich: Je besser das Fahrverhalten, desto grösser das Faltmass und der Faltaufwand.
Fazit: Unbestrittener Faltkönig ist das Brompton. Kein anderes Velo lässt sich so kompakt und leicht falten: ideal für Pendler sowie im Stadtverkehr. Hier ist auch das Dahon Impulse zu Hause: Es lässt sich zwar weniger klein falten, glänzt dafür mit einer ausgezeichneten Preis-Leistung. Die besten Fahreigenschaften weist das Bike Friday auf. Wer mit dem Velo auf Tour geht, nimmt dafür das grössere Faltmass oder das kompliziertere Falten gerne in Kauf. Das Birdy von Riese und Müller fährt besser als das Brompton und faltet sich besser als das Bike Friday. Es ist ein Universalfaltrad.

Tipps zum Kauf

Überlegen Sie sich, wofür Sie das Faltvelo brauchen. Ist es für den Pendlereinsatz oder für die Reise. Oder soll es ein Universalrad sein. Das Angebot an guten Faltevelos ist gross, sodass man sich das Modell herauspicken kann, welches die gewünschte Mischung aus gutem Faltverhalten und guten Fahreigenschaften bietet. Probieren geht auch hier über Studieren: Eine Probefahrt zeigt, ob sich eine bequeme Sitzposition realisieren lässt. Dabei zeigt sich auch, ob das Fahrverhalten und das Gangspektrum für den gewünschten Einsatzzweck genügt. Probiert man den Faltvorgang ein-, zweimal aus, merkt man schnell, welches Modell einem gut in der Hand liegt.



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Test Faltflyer: Faltbare Flügel (als PDF)


Unter www.velojournal.ch/faltvelos finden sie Daten von weiteren Modellen.

 
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