Neuheiten

Modisches Lustgefühl

Ungewohnte Materialien, freche Formen und wild kombinierte Stile: Junge, innovative Firmen setzen mit ihrer Mode neue Massstäbe – auch in der Sportbranche. Sie denken vor allem an die Lust der KonsumentInnen und werfen sich mutig in die Eroberung neuer Märkte. Béatrice Gaudenzi
 Sie tüfteln und wagen, sie sind witzig, kreativ und erheben nicht den Anspruch, Produkte für die Ewigkeit zu schaffen. Sind sie die Vermittler eines neuen Zeitgefühls? Vielleicht ja, vielleicht aber folgen sie auch bloss der Erkenntnis, dass wir bei unserer ständigen Suche nach Neuem und Ausgefallenem bestätigt werden wollen. So gesehen sind die jungen Firmen der Sportbranche mutig, denn ihre Branche ist, genauso wie das Modebusiness, unzähligen Launen ausgesetzt.
Als KonsumentInnen motiviert uns diese Haltung, gezielt die neuen Macherinnen und Macher zu unterstützen. Sie kokettieren mit ungewohnten Materialien und verschiedenen Stilen und lehnen sich völlig unbeschwert an Vergangenheit und Gegenwart an. Sie machen keinen Unterschied mehr zwischen sportlicher Betätigung und dem Flirt im Gartenrestaurant: Ein Outfit deckt alle (optischen) Bedürfnisse ab. Eine nicht ganz unwichtige Voraussetzung für erfolgreiches Flirten.

Die Trends der Saison

Schwarz steht immer noch auf den meisten Bestelllisten der Fachgeschäfte. Da können Hersteller in ihren Musterkollektionen noch so viel Farbe bekennen, Impulse geben und einen spielerischen Umgang zeigen. Die Konvention bestimmt den Einkauf. Geht es um mehr als Schwarz, dann fällt auf, dass Kombinationen nach dem Motto «alles geht» teils wahllos zusammengestellt werden. Die Alltagsmode, die diesen Sommer von der Haltung «Laisser faire» geprägt ist, hat einen starken Einfluss auf die Freizeit- und Sportmode. Das Resultat ist oft eine schwierige Gratwanderung. Stile werden wild gemixt: Vintage mit klassisch geschnittenen Grundteilen, spielerische Muster in Verbindung mit nüchternen Grundfarben.
Der Mix kommt den KonsumentInnen allerdings meistens auch entgegen, mindestens jenen, die in verschiedenen Geschäften nach dem passenden Outfit Ausschau halten. Zeitgemässe Funktionalität kann Farbe, Form und Schnitt durchaus vereinbaren. Die Saisonentdeckungen ermutigen zu Kombinationen, und kleine Extras erhöhen die Freude. Sie sind kein Muss, jedoch eine wahre Wohltat für unser wiederkehrendes modisches Lustgefühl.
Wichtig aber ist gute Beratung – gerade wenn es um die Kombination unterschiedlicher Teile und Marken geht. Vielleicht hilft ja ein Verkaufsgespräch dabei, vom ewigen Schwarz wegzukommen. Wie wärs mit Dunkelblau? Die Zukunft könnte jedenfalls farbiger sein. Die Kraft des Frühlings macht uns jedes Jahr die Farbenvielfalt der Natur von neuem klar – lassen wir uns doch einfach anstecken!


Im Kampf mit den Elementen


Fiese Winde, blutrünstige Insekten und grelles Sonnenlicht: In der Wildnis draussen herrschen oft harte Bedingungen. Doch mit der richtigen Ausrüstung lässt sich jede Situation meistern. Eine kleine Übersicht – von der Velohose bis hin zur Gamelle.


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1| Frischer Wind aus Maloja

Hochalpines Klima scheint die Kreativität sehr zu stimulieren. Die Kreationen des jungen Sportmode-Labels Maloja, das sich den Namen des berühmten Passdorfes zuoberst im Engadin ausgeliehen hat, wirken anmutig, farblich perfekt abgestimmt und frisch. Jupe und Velohose sind in neuer, raffinierter Form geschnitten. In der Stadt angekommen, ist man mit Oberteil und Jupe gut angezogen. Eleganz und spielerische Anmut haben das Zeug dazu, Maloja diesen Sommer zum Publikumsliebling zu machen. Die Kollektionen samt Accessoires ist sowohl in Männer- als auch in Frauen-Ausführung erhältlich.
www.maloja.de
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2| Keen ist clever

Ab diesem Sommer gehören blaue oder blutige Zehen endgültig der Vergangenheit an. Die Sandalen von Keen verfügen nämlich über eine entsprechende Schutzvorrichtung. Das Design ist ein Mix aus sportlicher Sandale und leichtem Flip-flop. Die soliden Sohlen rutschen auf dem Velopedal nicht ab und lassen auch Spaziergänge von mehreren Stunden zu. Die Farben: Royalblau, Flieder, Zitrone und Kiwi. Erhältlich in Sportfach- und Schuhfachgeschäften für 99 Franken.
www.keenfootwear.com
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3| Die Zukunft zerbricht nicht mehr

Die Hightech-Sonnenbrille «Future» eignet sich besonders zum Velofahren. Sie ist beweglich und dank einer PVC-Einlage am Bügel auch bruchresistent. Das trendig-dezente Design mit dem seitlich angebrachten Schweizerkreuz hat ihr den Namen «Future» beschert. Erhältlich in den Farbkombinationen Schwarz/Smoke, Schwarz/Revo, Silber/ Smoke und Silber/Revo für 99 Franken.
www.trendnews.ch
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4| Für die kleinen Anfänger

Im Frühling erlernen wieder viele Kinder das Velofahren. Ein guter Kopfschutz ist dabei unabdingbar. Der Torro MTB von Alpina in auffallenden Farben mit Frontschild schützt dank seiner stabilen Struktur vor mechanischen Einwirkungen und ist ausserdem ziemlich resistent gegen spitze Gegenstände. 23 Öffnungen garantieren eine gute Lüftung, und das spezielle Runsystem mit Drehkopf erlaubt die perfekte Anpassung des Helms an den Kopf. Aus dem grossen Helmtest des ADAC ging die Hartschale als Sieger hervor. Torro MTB eignet sich für Mädchen und Knaben und ist in den modischen Farben Silber/Schwarz, Orange/ Schwarz, Rot/Silber, Blau/Silber und Blau/ Grün für 119 Franken erhältlich.
www.alpinasport.ch
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5| Keine Macht den Mücken

Das feinmaschige, pyramidenförmige Moskitonetz mit festem Boden bietet Raum für zwei Personen. Damit wird das sommerlich-lauschige Tête-à-Tête zum Genuss, die summenden und surrenden Insekten haben das Nachsehen. Das Netz wiegt 350 Gramm, lässt sich auf geringes Format zusammenfalten und eignet sich damit für Velotouren oder für Nächte im Freien. Achtung! Auch beim Moskitonetz gilt die alte Zelt-Weisheit: Reissverschluss gut zumachen, sonst lachen sich die Mücken ins winzige Fäustchen. Erhältlich in gutsortierten Outdoor-Geschäften für ungefähr 80 Franken.
www.breitschneider.de
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6| Auffallend praktisch

Die multifunktionale leichte Windjacke «Zephyr» eignet sich zum Velofahren, zum Trekken oder ganz einfach für den Alltag. Leichten Regen übersteht sie problemlos, der feine, dicht gewobene Polyesterstoff bietet auch einen sehr guten Schutz gegen Winde aller Art. Verstauen lässt sich die Jacke in der geräumigen Rückentasche und wird so praktisch transportabel. Ein Kordelzug am Bund kann je nach Bedarf enger gemacht werden. Damit man bei Nacht und Nebel gesehen wird, sind auf der Rückenpartie reflektierende Streifen und auf der Brustseite Reflexpaspeln angebracht. Die Damenjacke ist in Hellblau und Weinrot erhältlich, für Herren gibt es sie in Gelb und Orange zum Einheitspreis von 105 Franken.
www.veloplus.ch
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7| Stabile Handtasche

Das «Einzelkochgeschirr», so wurde die Gamelle 1898 bezeichnet, hat eine lange Geschichte, die nun um ein weiteres Kapitel erweitert wird, denn der Armeebehälter erlebt ein modisches Revival. Sie wird umgerüstet, innen mit Filz und kleinem Spiegel ausgestattet und ins Farbbad geworfen. Mit einem verstellbaren Lederträger ausgerüstet, erstrahlt die Gamelle neu als Handtasche. Ihr Erfinder Walter Maurer bringt verschmitzt und selbstbewusst sein neuestes Produkt auf den Markt. Das originelle Accessoire kostet 69 Franken und ist in Schwarz, Weiss, Orange, Grün, Rosa und Rot erhältlich.
www.waltermaurer.ch
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