Wenns kalt wird, zieht man sich eine Kappe über oder ein dickes
Stirnband. Doch Kappe und Velohelm? Unter der Hartschale findet die
Mütze kaum Platz, rutscht in die Augen oder über die Ohren hoch – und
dann wirds ungemütlich. Anders bei den getesteten Modellen. Die
Helmkappe von Assos ist zum einen so dünn, dass sie unter dem Helm
nicht aufträgt, zum anderen so geschnitten, dass die Augen frei, aber
die Ohren gedeckt bleiben. Im Bereich der Ohren ist das Material zudem
gedoppelt. Diese Helmkappe hält den ganzen Kopf schön warm, was gerade
bei den neuen, gut belüfteten Helmen im Winter wichtig ist.
Das Polar Buff, ein nahtloser Schlauch aus Mikrofaserstoff und
Faserpelz, passt ebenfalls gut unter den Helm. Auch damit ist man gegen
jedes Wetter gut gewappnet. Das Teil ist ein wahrer
Verwandlungskünstler und lässt sich bei Bedarf auch als Halstuch,
Stirnband, Kappe oder Kapuze nutzen, bei Hudelweter gar als Sturmmütze.
Arctic Headband von Mammut widerlegt das gängige Stirnband-Image: In
drei Grössen erhältlich, profiliert geschnitten und leicht elastisch,
hat diese Wärmeschleife eine perfekte Passform. Das dünne, winddichte
Material wärmt gut und passt unter den Helm.
Die OneEighties sind die Entdeckung dieses Tests: Wie moderne Kopfhörer
werden sie vom Hinterkopf her um die Ohren gelegt. Durch den Spannbügel
dichten sie nach vorne den Fahrtwind sehr gut ab. Sie können der Frisur
nichts anhaben, kommen nicht mit dem Helm in Konflikt und wärmen
gleichzeitig auch den Hinterkopf.
Als absolute Minimalvariante
schützen die Ear Bags – der Name sagt es – einzig die Ohren. Die
Faserpelzrondellen mit einem eingearbeiteten weichen Kunststoffring
werden einzeln über die Lauscherchen gestülpt. Verwundert stellt man
fest, dass sie tatsächlich halten, sogar beim Geländeritt und beim
Joggen.
Einer ganz anderen Strategie folgen Riese und Müller mit den Hot Ears.
Die Faserpelzstücke werden an den Helmriemen befestigt und wärmen die
Ohren, sobald der Helm angezogen ist. Sie bleiben fix am Helm, sodass
man den Winterschutz gar nicht vergessen kann. Wer nach der Fahrt
freilich noch eine Weile zu Fuss unterwegs ist, wählt besser eines der
anderen Produkte. Gerade Ear Bags, Stirnband, Polarbuff und die
OneEighties können nach dem Velofahren einfach am Kopf behalten werden.
Dies ist theoretisch auch mit der Helmkappe von Assos möglich, wobei
die Kappe solo optisch sicher nicht jedermanns Sache ist.
Kleiner
Tipp zum Schluss: Die als Regenschutz angebotenen Helmüberzüge (von
Gore, VauDe oder Sugoi) leisten auch im Winter beste Dienste: Sie
verhindern, dass der Fahrtwind durch den Helm zieht. Zusammen mit den
Ohrenwärmern kommt man damit problemlos durch die Kälte.
Die Testergebnisse finden Sie in folgender PDF-Datei:
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| Weblinks www.r-m.de www.earbags.com www.OneEighties.com www.contactbuff.ch www.mammut.ch www.assos.com |