Test

Coole Teile für warme Ohren

Mit der richtigen Ausrüstung gibt es beim Velofahren auch im Winter keine kalten Ohren mehr. Velojournal hat die besten Produkte getestet, die auch bei harten Minustemperaturen den Kopf und die Lauscherchen schützen. Marius Graber

 Wenns kalt wird, zieht man sich eine Kappe über oder ein dickes Stirnband. Doch Kappe und Velohelm? Unter der Hartschale findet die Mütze kaum Platz, rutscht in die Augen oder über die Ohren hoch – und dann wirds ungemütlich. Anders bei den getesteten Modellen. Die Helmkappe von Assos ist zum einen so dünn, dass sie unter dem Helm nicht aufträgt, zum anderen so geschnitten, dass die Augen frei, aber die Ohren gedeckt bleiben. Im Bereich der Ohren ist das Material zudem gedoppelt. Diese Helmkappe hält den ganzen Kopf schön warm, was gerade bei den neuen, gut belüfteten Helmen im Winter wichtig ist.
Das Polar Buff, ein nahtloser Schlauch aus Mikrofaserstoff und Faserpelz, passt ebenfalls gut unter den Helm. Auch damit ist man gegen jedes Wetter gut gewappnet. Das Teil ist ein wahrer Verwandlungskünstler und lässt sich bei Bedarf auch als Halstuch, Stirnband, Kappe oder Kapuze nutzen, bei Hudelweter gar als Sturmmütze.
Arctic Headband von Mammut widerlegt das gängige Stirnband-Image: In drei Grössen erhältlich, profiliert geschnitten und leicht elastisch, hat diese Wärmeschleife eine perfekte Passform. Das dünne, winddichte Material wärmt gut und passt unter den Helm.

Warme Beutel

Die OneEighties sind die Entdeckung dieses Tests: Wie moderne Kopfhörer werden sie vom Hinterkopf her um die Ohren gelegt. Durch den Spannbügel dichten sie nach vorne den Fahrtwind sehr gut ab. Sie können der Frisur nichts anhaben, kommen nicht mit dem Helm in Konflikt und wärmen gleichzeitig auch den Hinterkopf.
Als absolute Minimalvariante schützen die Ear Bags – der Name sagt es – einzig die Ohren. Die Faserpelzrondellen mit einem eingearbeiteten weichen Kunststoffring werden einzeln über die Lauscherchen gestülpt. Verwundert stellt man fest, dass sie tatsächlich halten, sogar beim Geländeritt und beim Joggen.

Zwischen Skalp und Helm

Einer ganz anderen Strategie folgen Riese und Müller mit den Hot Ears. Die Faserpelzstücke werden an den Helmriemen befestigt und wärmen die Ohren, sobald der Helm angezogen ist. Sie bleiben fix am Helm, sodass man den Winterschutz gar nicht vergessen kann. Wer nach der Fahrt freilich noch eine Weile zu Fuss unterwegs ist, wählt besser eines der anderen Produkte. Gerade Ear Bags, Stirnband, Polarbuff und die OneEighties können nach dem Velofahren einfach am Kopf behalten werden. Dies ist theoretisch auch mit der Helmkappe von Assos möglich, wobei die Kappe solo optisch sicher nicht jedermanns Sache ist.
Kleiner Tipp zum Schluss: Die als Regenschutz angebotenen Helmüberzüge (von Gore, VauDe oder Sugoi) leisten auch im Winter beste Dienste: Sie verhindern, dass der Fahrtwind durch den Helm zieht. Zusammen mit den Ohrenwärmern kommt man damit problemlos durch die Kälte.

Die Testergebnisse finden Sie in folgender PDF-Datei:

Image Image

Weblinks

www.r-m.de
www.earbags.com
www.OneEighties.com
www.contactbuff.ch
www.mammut.ch
www.assos.com
Abo
Kein Flash-Player installiert.

Nachrichten

15.05.2012:
11.05.2012:
8.05.2012:
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
Bild
© 2011 velojournalImpressum