
Wird das Velo zu Geschäftszwecken eingesetzt, ist das Wissen
um die gefahrenen Kilometer unabdingbar. Nur so kann die Nutzung des
Velos fair abgegolten werden. Hierfür reicht schon ein einfacher
Velocomputer, der Geschwindigkeit, Tageskilometer und Gesamtkilometer
errechnet. Je nach Gusto kann man sich aber auch ein Modell zulegen, das
noch ganz andere Funktionen hat: Höhenmeter, Temperatur, Stoppuhr,
Herzfrequenz/Puls, Kalorienverbrauch – der Velocomputer wird so auch zum
Fitnesstrainer (wahlweise mit vorprogrammierten Trainingseinheiten, wie
das Modell PowerReport von Busch und Müller) oder zum Routenführer wie
Modelle von Ciclosport, die mit Routendaten gefüttert werden können und
dann die Navigation im Gelände übernehmen.
Dank der permanent möglichen Stromversorgung durch den
Nabendynamo kann der Kilometerzähler gar zum Kleinrechner am Lenker
weiterentwickelt werden, der auch Schaltung und Licht steuert,
Aufforderungen fürs Kettenölen, Luftpumpen oder für den Service gibt.
Die Möglichkeiten sind gross, ob die VelofahrerInnen dies brauchen und
wollen, wird die Zukunft zeigen.
Fünf
Modelle im Test
Getestet wurden fünf Velocomputer im mittleren
Preisbereich um fünfzig Franken. Als Basisinformationen liefern alle
getesteten Modelle Angaben zu Geschwindigkeit, Durchschnitts- und
Maximalgeschwindigkeit, Tages- und Gesamtkilometer, Fahr- und Uhrzeit.
Bei allen ist das Display so aufgeteilt, dass die aktuelle
Geschwindigkeit permanent sichtbar ist und man wählen kann, welche
Information zusätzlich erscheinen soll. So bleibt das Display
einigermassen übersichtlich, wobei sich je nach Gestaltung und Kontrast
die Lesbarkeit in der Praxis deutlich unterscheidet.
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Tacho-Fetischist
unterwegs? |
Der Velocomputer von Trelock fällt mit seiner
Anzeige besonders auf, weil er die Geschwindigkeit, zusätzlich zu den
digitalen Zahlen, mit kreisförmig angeordneten Balken anzeigt: Je mehr
Balken, desto höher die Geschwindigkeit. Die Aussagekraft des,
wie Trelock es nennt, «optischen Leitsystems» hält sich in der Praxis
aber in Grenzen. Sehr überzeugend ist hingegen die einfache, aber
praktische Diebstahlsicherung. Ein kleines Metallfederchen kann bei
Bedarf auf der Rückseite des Computers eingesetzt werden und verhindert,
dass dieser aus der Lenkerhalterung entfernt werden kann. Damit dürfte
bereits die grösste Diebstahlgefahr gebannt sein. Eigentlich
erstaunlich, dass all die anderen Hersteller sich diesem Thema noch
nicht gestellt haben.
Einige Computer wurden für die Verwendung an zwei
verschiedenen Velos entwickelt. Schade nur, dass der Computer nicht
automatisch umschalten kann. Beim CatEye kann jedes Velo einzeln
ausgewertet werden, aber nur, wenn man sich durch den Dschungel der
Bedienungsanleitung durchgeschlagen hat. Tourenfahrer können beim
SigmaSport die Kilometeranzeige genau auf die Angaben in ihrem Führer
abstimmen, so findet man die Abzweigungen auch ohne Kopfrechnen.
SigmaSport hat seinen Computern zudem die Sprache beigebracht.
Auf dem Display steht immer geschrieben, welche Informationen
zusätzlich zur Geschwindigkeit angezeigt werden, und das erst noch in
einer von fünf wählbaren Sprachen. Das schafft besonders für
Gelegenheitsfahrer Klarheit.
Fazit: Das Niveau der getesteten Velocomputer ist sehr hoch.
Sie bieten viel Information, wären die Bedienungsanleitungen besser
gemacht, könnte man sie noch besser nutzen. Der Sigma stellt mit der
übersichtlichen Bedienungsanleitung und den Funktionserläuterungen auf
dem Display die lobenswerte Ausnahme dar. Aber auch die anderen Modelle
haben ihre Vorzüge, zum Beispiel der erwähnte Diebstahlschutz beim
Trelock oder das besonders gut lesbare Display des Ciclomaster.
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Besser kabellos? Fast alle Hersteller bieten Modelle an,
welche die Signale kabellos von der Gabel zum Computer übertragen. Dies
sorgt für weniger Kabelsalat und damit etwas bessere Optik. Doch der
Anschaffungspreis eines kabellosen Computers ist um mindestens dreissig
Franken höher, zudem muss mit hohem Batterieverschleiss gerechnet
werden, da sowohl Sender als auch Empfänger Energie benötigen. |

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