Szene

Keine Velotour ohne Wasser

Die warme Jahreszeit ist da. Hier und dort werden grössere und kleinere Velotouren geplant, samt Picknick, erfrischendem Bad und Siesta unter den Bäumen. Doch etwas geht immer wieder vergessen: Man sollte genügend Wasser mitnehmen und unterwegs viel trinken. Béatrice Gaudenzi
Wasser ist für alle Lebensprozesse der wichtigste Stoff. Zwar kann der Mensch problemlos einige Tage ohne Essen auskommen, nicht aber ohne Wasser. Der Körper besteht zu sechzig Prozent aus Wasser. Dieses dient als Transport- und Lösungsmittel und ist für den Stoffwechsel unentbehrlich. Bereits im Alltag, auch ohne besondere körperliche Anstrengung, sollte man darauf achten, immer genügend zu trinken. Noch wichtiger wird die Wasserversorgung, wenn der Körper eine zusätzliche Leistung erbringen muss.

Die meisten Beschwerden oder Einbrüche bei körperlicher Aktivität sind auf eine mangelnde Wasserversorgung zurückzuführen. Der Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt die Blutzirkulation, das Herz-Kreislauf-System und nimmt dem Körper die Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren. Die Folgen reichen von Unwohlsein bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen.
Durst und Austrocknung sind eine enorme Belastung für den Körper. Der Flüssigkeitsbedarf ist nämlich meistens grösser als das Durstgefühl. Bereits ein Schweissverlust von weniger als zwei Prozent des Körpergewichts – das sind bei 50 bis 70 Kilo rund 1,5 Liter – wirkt sich nachteilig auf den Organismus aus.

Schon vor der Tour trinken
Wie kann man einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt garantieren? Man sollte vor einer Velotour, egal wie lange sie dauert, ordentlich trinken, 3 bis 5 dl zwei Stunden vor dem Start und kurz vor der eigentlichen Anstrengung nochmals die gleiche Menge. Während der Tour sollte man jede halbe Stunde 1 bis 2 dl trinken. Damit kommt der Körper nicht in eine Mangelsituation.
Auf den Flüssigkeitshaushalt sollte man ganz speziell bei Kindern achten, sie trinken ja meistens erst, wenn sie Durst verspüren. Bei grosser Hitze und gleichzeitiger Anstrengung müssen Kinder jedoch ständig mit Wasser versorgt werden. Wer Wasser langweilig findet, kann sich eine Apfelsaft-Wasser-Mischung brauen – eine bewährte Durstlöscher-Mixtur.

Mittagszeit im Schatten verbringen
Für das Picknick unterwegs eignen sich rohes Gemüse, getrocknete, ungeschwefelte Früchte, Nüsse und frisches Obst. Abends kann man sich eine ordentliche Portion Kohlenhydrate gönnen, möglichst wenig Fleisch, lieber ein Stück Fisch und gekochtes Gemüse. Wer Lust auf Süsses hat: Eine Frucht und getrocknetes Obst sind auf Touren besser als Schokolade & Co., die geben nur Durst und halten als Energieträger ohnehin nicht lange an.
Ausserem sind ein leichter Hut oder ein Velohelm, eine Sonnenbrille und ein Schutz für die Haut ein Muss. Die stärkste Mittagshitze sollte man in jedem Fall meiden und sich während dieser Zeit im Schatten ausruhen. Wenn es sehr heiss ist, kann man sich auch mal einen «Splash» gönnen, einen «Sprutz» kalten Wassers ins Gesicht, eine wohltuende Erfrischung. Genügend Wasser ist auch aus diesem Grund ein Muss.

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