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Ein völlig neues Fahrgefühl – leicht wie eine Feder |
So sportlich ihr Wesen, so wenig kann von diesen Konzepten
Komfort erwartet werden: Aus Gewichtsgründen wird überall auf eine
Federung verzichtet. Die leichten, dünnen Pneus erfordern einen hohen
Luftdruck und leiten jede Unebenheit direkt an den Piloten weiter. Die
leichten Konstruktionen kommen zudem bei hohen Fahrergewichten und
Gepäckzuladung an ihre Grenzen. Wer viel Gewicht rumfugt, ist mit einem
etwas schwerer gebauten Velo meist besser bedient.
Optisch werden einige der getesteten Velos durch wunderschöne
Laufräder aufgemöbelt. Die so genannten Systemlaufräder (Naben, Felgen
und Speichen sind aufeinander abgestimmt) haben jedoch ausser der
spektakulären Erscheinung kaum Vorteile. Konventionelle Räder, aus
leichten Einzelteilen gebaut, haben punkto Gewicht meist und in der
Kombiwertung Gewicht/Stabilität/ Zentrierbarkeit noch immer die Nase
vorn. Die geringe Speichenzahl der Systemlaufräder bringt keine
Vorteile, da dadurch zwangsläufig die Felge stärker dimensioniert werden
muss. Zudem riskieren Systemlaufräder, zum Wegwerfartikel zu werden,
wenn die Importeure die Ersatzteile nicht an Lager legen. Eine
durchgebremste Felge oder ein defekter Freilauf, zwei häufige und
eigentlich reparierbare Defekte, bedeuten schnell einmal das Todesurteil
des Rades. Die renommierten Hersteller Mavic und Shimano sind bereits
gut assortiert, hoffen wir, dass die andern nachziehen werden.
Abspecken, Diät
halten, turnen
Ein durchschnittliches Alltags- respektive
Trekkingvelo wiegt heutzutage ungefähr 16 kg (inklusive Schutzbleche,
Licht und so weiter). Cresta präsentierte im Februar ein 9,8 kg leichtes
Stadtvelo mit allem Drum und Dran, das auf die nächste Saison hin
serienmässig produziert werden soll. Das leichteste Velo der Welt (mit
den vollen Funktionen: Gänge, zwei Bremsen und so weiter) bringt
lediglich unglaubliche 4,166 kg auf die Waage. Das Spektrum ist gross,
doch Gewicht steht beim Velo immer im Kontext mit Funktion und Geld. Ein
leichteres Velo hat meist weniger Funktionen (zum Beispiel keine
Federung oder kein Licht), oder aber einen höheren Preis – oder beides.
Natürlich kann man sich fragen, weshalb gegen viel Geld oder
Komfort am Velo ein paar Gramm gespart werden sollen, wenn der Fahrer
selber von seinem Sommerbadi-Wunschgewicht noch einige Kilo entfernt ist
und die Kondition nach einem faulen Winter mit ein paar regelmässigen
Umwegen aufgemöbelt werden könnte. Doch: Der «Motor» auf dem Velo hat
eine begrenzte Leistung, da fallen ein, zwei Kilo spürbar ins Gewicht.
Wer einmal ein leichtes Velo gefahren hat, weiss, wie gut der
Gewichtsvorteil wahrnehmbar ist. JedeR VelofahrerIn kann für sich den
richtigen Punkt im Spannungsfeld von Gewicht–Funktion–Geld selber
bestimmen. Wo der liegt, ist schlussendlich eine sehr individuelle
Sache.
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Für sicheres Bremsen lohnt sich das Mehrgewicht einer Scheibenbremse |
Das Systemlaufrad ist eine Augenweide, bringt technisch aber kaum Vorteile |
So gehen die Pfunde
runter
Hier ein paar Tipps für alle, die ihr Velo etwas
leichter haben möchten:
Links:
www.smolik-velotech.de
www.ax-lightness.de
www.tune.de
www.lightbike.de
weightweenies.starbike.com