
Hellblau ist in der kommenden Saison eine beliebte Farbe. Sie
kommt bei den Oberteilen häufig vor, als Streifen auf mehrfarbigen
bequemen T-Shirts, auf ausgesprochenen Velooberteilen mit Taschen am
Rücken, auf ärmellosen Shirts und weit geschnittenen kurzärmligen Hemden
oder bei so genannten Poloshirts. Andere Kombinationen haben eine uni
Grundfarbe und sind an den Schultern oder auf der Seite in einer
helleren Farbe gehalten. Die klassischen einfarbigen Teile heben sich
durch starke und warme Farben ab. Dunkelbraun wurde neu entdeckt. Diese
erdige Farbe löst vielleicht das bisher vorherrschende Schwarz ab. Für
die Damen gibt es elegante mehrfarbige Bodys, die man gern als Badeanzug
tragen würde. Die Oberteile werden kombiniert mit klassischen
schwarzen, dunkelbraunen, dunkelgrauen oder navyfarbenen Velohosen in
den unterschiedlichsten Längen.
Wer sich in eng geschnittenen Velohosen nicht wohl fühlt, hat
eine gute Auswahl an weit geschnittenen Baggy-Shorts, die man auch im
Alltag tragen kann. Aufgefallen sind die dreiviertellangen, engen
Tights, die mit ihrem Schnitt optisch die Beine verlängern. Eine gute
Alternative für alle, die keine kurzen Velohosen mögen.
Löblich ist die Einsicht einiger Labels, speziell für die
Herren elegante Teile auf den Markt zu bringen, die eine gewisse
Leichtigkeit nicht verbergen und – das ist nicht zu unterschätzen – sich
durchaus bei einem Halt im Gartenrestaurant vorzeigen lassen. In dieser
Aufmachung muss Mann nicht befürchten, dass andere Gäste die Nase über
die «aerodynamischen Gümmeler» rümpfen.
Funktionale
Unterwäsche
Einen Quantensprung erlebt die Functional
Underwear. Diese Teile sind sexy und schön, sodass man sie gerne zeigen
würde. Vorbei also die Zeiten, wo Frau sich beim Ausziehen der Velokluft
hinter einem Baum versteckte, damit niemand das letzte Stück am Leib
sehe. Bei der Unterwäsche gibt es in dieser Saison für Frauen und Männer
eine breite Auswahl, und die schönen Stücke eignen sich durchaus auch
für andere Sport- oder Freizeitbeschäftigungen.
Die Hersteller scheinen die Kombination neu entdeckt zu
haben: Man findet Helme – ja sogar Brillen – in passender Farbe zum
Outfit. Wer es auf die Spitze treiben will, kann sogar assortierte
Handschuhe kaufen. Auch Satteltaschen und Rucksäcke haben ihr
Mauerblümchendasein aufgegeben: Alles kommt passend, praktisch und
elegant daher.
Die Grundfunktionen, die moderne Sportbekleidung erfüllen
muss, sind nach wie vor Feuchtigkeitstransport, Isolation und
Wärmeregulierung sowie Wetterschutz. Velokleider müssen wasser- und
winddicht sein. Diese Eigenschaften kennt man von den drei klassischen
Bekleidungsschichten, die als Schweisstransporter, Wärmehalter und
Wetterschutz im Zwiebelschalenprinzip je nach Bedürfnis übereinander
geschichtet oder ausgezogen werden können.
Hightech-Materialien
Die Entwicklung der Hightech-Materialien, die
diese Funktionen erfüllen, wird jedes Jahr raffinierter und
ausgefeilter. Ein weiteres Kriterium sind auch der UV-Schutz und die
Lichtreflexion. Auch diese Funktionen sind heute standardmässig bei den
Velokleidern integriert. Als Grundmaterial wird Polyester verwendet.
Dieses kann die vielfältigen Funktionen am besten erfüllen. Zwar sind
synthetische Stoffe besonders geruchsempfindlich, doch die Hersteller
versuchen, «geruchsfreie» Teile herzustellen. Kommt dazu, dass Polyester
besonders leicht ist, sehr schnell trocknet und sich so besonders gut
eignet, wenn man Shirt oder Hosen unterwegs waschen will. Leuten, die
auf Seide und Baumwolle schwören, war die Beschaffenheit der modernen
Materialien bis vor kurzem zu steif und zu körperfeindlich. Doch die
neusten Kombinationen fühlen sich weich und anschmiegsam an. Es wird
immer schwieriger, den Unterschied zwischen Synthetik, Baumwolle oder
Seide zu merken. Im Übrigen haben Baumwollteile auch ihre Nachteile:
Baumwolle nimmt doppelt so viel Feuchtigkeit auf wie synthetisches
Gewebe und klebt am Körper, sodass man bei sinkenden Temperaturen
schnell einmal friert und sich dementsprechend unwohl fühlt.
Nahtlose Hosen
Grosse Fortschritte sieht man bei den Velohosen.
Quälte man sich früher mit Nähten ab, die Druckstellen hinterliessen und
beim Sitzen auf dem Sattel sogar Schmerzen auslösten, so erlaubt die
Technologie heute Verbindungen von zwei Stoffbahnen ohne sichtbare und
auftragende Nähte – ein wahrer Genuss für unseren Wertesten.
Ein besonderes Augenmerk haben die Hersteller erneut dem
Klimaausgleich geschenkt. Es werden hochwertige und äusserst leichte
Materialien verwendet, die sich durch hohe Atmungsaktivität auszeichnen.
Feinste Faserstrukturen ermöglichen einen schnellen
Feuchtigkeitstransport von innen nach aussen.
Die ultraleichten Kleidungsstücke lassen sich sehr gut
verpacken und benötigen kaum Platz in der Velotasche. Die Garderobe für
die Touren wird immer leichter. Der Vorteil: leichtes Gepäck trotz
langer Reise. Diese Entwicklung hin zu leichten Materialien ist auch bei
den meisten Reiseutensilien feststellbar: Zelte, Fotokameras und vieles
andere mehr. Die Ausrede, man könne keine Tour unternehmen, weil man ja
sooo viel mitschleppen müsse, und alles sooo schwer sei, gilt nicht
mehr.
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1| Odlo |
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2| Alpina |
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3| Ortlieb |
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5| Adidas |
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6| Sugoi |
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It’s a women’s world Velofahrerinnen und Velofahrer werden in
der kommenden Saison – auch äusserlich sichtbar – als geniessende,
lustvolle und naturverbundene Menschen zu erkennen sein. Auch wer im
Sattel sitzt, will sich schön angezogen zeigen. Das ist gut so, stärkt
das Bewusstsein und macht eine der tollsten Fortbewegungsarten zu einem
besonderen Ereignis. Natürlich liegt das Vergnügen nicht nur am Tenue,
aber es radelt sich besser, wenn man sich in seinen Kleidern wohl fühlt
und anerkennende Blicke erntet. |